Laerdal News Flash August 2014

 

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Laerdal News Flash August 2014

Themen:



• Editorial: Nur was wir messen, können wir verbessern
• CPR in der Schule
• Woche der Wiederbelebung - Mini Anne Sonderaktion
• Simulation in der Notarztweiterbildung
• Einladung zum InSiM 2014
• SimNAT Pflege - Simulations-Netzwerk online
• SimPad Audio Converter
• Vorankündigung High Performance CPR Workshop
• Termine 2014


Editorial

 
 
Sehr geehrte Damen und Herren,
 
„Nur was wir messen, können wir verbessern: Alle Teilschritte der Widerbelebung müssen einem umfassenden Qualitätsmanagement unterliegen."

Auch wenn mein Messtechnik-Professor seine erste Vorlesung mit dem schönen Satz: „Wer viel misst, misst viel Mist“ begonnen hat: Wir werden um die 5. These der Bad Boller Gespräche nicht herumkommen, wenn wir das Outcome von Reanimationen in Deutschland signifikant beeinflussen wollen.
Oder, anders ausgedrückt: Um zum Ziel zu kommen, muss man a) eines haben und b) wissen wo man steht. Die (Mess-)Techniker sprechen dann von einem Regelkreis. Dem Pädagogen fällt der Kolb´sche Lernkreis ein.

Für mich ist der kleinste Kolb´sche Lernkreis das Trainieren der CPR mit Rückmeldesystem wie unseren Q-CPR-Modellen oder dem CPRmeter:
- Ich habe eine Idee davon, wie ich eine Thoraxkompression durchführen muss (Abstrakte Theoriebildung).
- Ich komprimieren den Thorax von Übungsmodell oder Patient (aktives Experimentieren).
- Ich mache die konkrete Erfahrung.
- Ich bekomme eine Rückmeldung über Tiefe, Entlastung und Frequenz (Beobachten/Reflexion).
- Dadurch ändert sich ggf. meine Theorie darüber, wie ich die Maßnahme durchzuführen habe und das nächste aktive Experimentieren wird besser.

Ich bin fest davon überzeugt, dass mit dieser Art von objektiver, sofortiger Rückmeldung schnelleres und tieferes Lernen erreicht wird, als sich nach einer 2 minütigen CPR-Sequenz anzusehen, was man getan hat. Und mit dem CPRmeter ist dies nicht nur im Training, sondern auch direkt am Patient möglich.
Natürlich gehört zum Messen noch mehr dazu: Beispielsweise das Messen von Patientenoutcomes z.B. über das Reanimationsregister, Erfassen von Eintreff- oder Door to Balloon- Zeiten. Nur wenn wir wissen was wir tun, können wir es verbessern.

Um auf meinen Messtechnik – Professor zurückzukommen: Er hat damals versucht uns beizubringen möglichst wenig „Mist“ zu machen, indem wir möglichst wenig „Mist“ messen. Genau das wünsche ich mir auch für alle Reanimationsbemühungen! Getreu unserem Motto „helping save lives“.

Viel Erfolg und Spaß dabei wünscht

Torsten Seipel
Educational Services Specialist


CPR in der Schule

Die Kultusministerkonferenz hat den Ländern empfohlen: Ab der siebten Klasse sollen zwei Schulstunden pro Jahr für die CPR Ausbildung von Schülern eingeplant werden. Zunächst müssen allerdings die Lehrer dafür entsprechend geschult werden.

„Um das Vertrauen in die eigenen Fertigkeiten zu stärken und Ängste vor einer Reanimation abzubauen, ist es wichtig, Kinder und Jugendliche so früh wie möglich an das Thema heranzuführen. So sind sie für den Ernstfall besser vorbereitet und haben weniger Hemmungen einzugreifen. Wir freuen uns daher sehr, dass der Schulausschuss unserem Vorschlag zugestimmt hat und Wiederbelebungsmaßnahmen bald in den Klassenzimmern trainiert werden“, unterstreicht Prof. Dr. Dr. h.c. Hugo Van Aken, der sich als Direktor der Klinik für Anästhesiologie operative Intensivmedizin und Schmerztherapie des UKM (Universitätsklinikum Münster) und als Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie & Intensivmedizin für das Thema stark gemacht hat.

Laerdal unterstützt seit vielen Jahren die Bemühungen, die CPR in den Lehrplan zu integrieren. Ein entscheidender Schritt ist nun getan. Das lässt uns aber nicht beruhigt zurücklehnen, sondern bestärkt uns in unserem Ansinnen dabei zu helfen, Leben zu retten.
Deshalb haben wir auch dieses Jahr wieder eine besonderen Aktin zur Woche der Wiederbelebung im Programm.


Woche der Wiederbelebung - Mini Anne Sonderaktion

 
 
Laienreanimation sollte nicht erst beim Führerschein präsent sein bzw. erst wieder Thema werden, wenn die Notsituation da ist oder war. In Deutschland ist die Helferquote beim Herzstillstand im internationalen Vergleich sehr gering: In nur 17 % der Fälle werden einfache, aber lebensrettende Maßnahmen ergriffen.

Hier setzt die Woche der Wiederbelebung unter dem Kampagnenmotto „Ein Leben retten. 100 Pro Reanimation“ des Berufsverbandes Deutscher Anästhesisten e. V. und der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e. V. an.

In Kooperation mit dem German Resuscitation Council e.V. und der Stiftung Deutsche Anästhesiologie verfolgt auch Laerdal das Ziel, mit der „Woche der Wiederbelebung“ vom 22. bis 26. September 2014 Hemmschwellen in der Bevölkerung abzubauen und die Wiederbelebungsrate in Deutschland zu steigern.

Der Weltrekord in Reanimation aus dem letzten Jahr kann nur ein erster Schritt sein. Wir alle müssen kontinuierlich daran arbeiten, schon Kinder und Jugendliche an das Thema Wiederbelebung heranzuführen.
Deshalb hat sich Laerdal dazu entschlossen, unsere Mini Anne für Aktionsteilnehmer wieder besonders kostengünstig anzubieten.
Nähere Informationen und das Bestellformular für unsere Sonderaktion finden Sie hier.


Simulation in der Notarztweiterbildung

Dass Simulationstraining einen immer wichtigeren Stellenwert in der Medizin einnimmt, lässt sich am Beispiel der Weiterbildung zum Erwerb der Zusatzbezeichnung Notfallmedizin beobachten: Während ein angehender Notarzt bislang 50 Einsätze in Begleitung eines erfahrenen Notarztes absolvieren musste, können bereits heute in einigen Bundesländern die Hälfte dieser Einsätze durch Simulationstraining ersetzt werden – sei es an einem Patientensimulator und mit standardisierten Patienten (Patientenschauspielern).

So bieten im Saarland die Uniklinik Homburg in Kooperation mit der Rettungsdienstschule Saar den Kurs „NASimSaar25“ und das Institut für Notfallmedizin von Asklepios in Hamburg den Kurs „NASIM HH 25“ an – die ersten Bundesländer als Vorreiter dieser neuen Entwicklung. Die jeweiligen Ärztekammern haben eine entsprechende Änderung ihrer Weiterbildungsordnungen beschlossen. In Bremen und Schleswig-Holstein wurde der Beschluss zur Änderung der Weiterbildung ebenfalls gefällt, andere Bundesländer sind derzeit dabei, dieser Entwicklung zu folgen.

Ein Vorteil bei der Einbindung von Simulationstraining ist, dass am Simulator auch seltenere Zwischenfälle wie Geburt, Kindernotfall oder Polytrauma durchgespielt werden können und so der angehende Notarzt umfassender weitergebildet werden kann als dies im Rahmen der 50 Pflichteinsätze in der Realität gegebenenfalls möglich ist: So können in der Weiterbildung konkrete, vorgegebene Lernziele verfolgt werden, statt sie dem Zufall der Einsatzrealität zu überlassen. Ein weiterer Vorteil liegt in der Verkürzung der Zeit zum Absolvieren der 50 Einsätze: So können die 25 Simulatortrainings innerhalb von 3 Tage durchgeführt werden und erlauben so einen effizienteren Personaleinsatz.


Einladung zum InSiM 2014

 
 
Vertreter und Simulationsenthusiasten zahlreicher medizinischer Fachgebiete und Berufsgruppen treffen sich jährlich beim deutschsprachigen Simulations-Symposium InSiM, um sich über didaktische Konzepte, bestehende Simulationstechnik sowie Neuerungen im Bereich der Simulation zu informieren.

Damit bietet InSiM Anwendern von und Interessierten für Simulationstechnik und Simulations-Teamtrainings bereits seit vielen Jahren eine wichtige Plattform für Erfahrungs- und Ideenaustausch sowie Networking. Im Mittelpunkt steht dabei der Gedanke, ein gemeinsames Handeln zur Erhöhung der Patientensicherheit anzuregen.

Der InSiM findet dieses Jahr vom 25. – 27. September 2014 in Frankfurt am Main in Kooperation mit den BG-Unfallkliniken und der Berufsfeuerwehr Frankfurt am Main statt.


SimNAT Pflege - Simulations-Netzwerk online

 
 
SimNAT Pflege jetzt online
Nachdem die konstituierende Sitzung bereits letztes Jahr stattgefunden hatte, ist das Simulations-Netzwerk Ausbildung und Training in der Pflege, kurz: SimNAT Pflege, nun auch im Internet erreichbar: Unter www.simnat-pflege.net präsentiert sich das Netzwerk der Öffentlichkeit und wirbt für die Vermittlung evidenzbasierten Wissens durch Simulationstraining – sei es durch den Einsatz von Patientensimulatoren oder von standardisierten Patienten (Schauspieler). Das Netzwerk ist ein Zusammenschluss mehrerer Krankenpflegeschulen und Hochschulen und bietet Mitgliedern Unterstützung bei der Entwicklung von Skills- und Simulatortraining in der Pflegebildung. Die erste Mitgliederversammlung findet am 25. September 2014 in Frankfurt am Main statt – dort können sich Interessenten im Rahmen des InSim über SimNAT informieren.

Weitere Informationen zu SimNAT werden wir in den kommenden Newslettern veröffentlichen.


SimPad Audio Converter

Um Ihren Patientensimulator sprechen zu lassen, können Sie zwei Wege gehen: Entweder nutzen Sie die Buchse am SimPad, um dem Simulator per Mikrofon „live“ Ihre Stimme zu leihen. Oder Sie nutzen den Sim Pad Audio Converter, um häufig benötigte Texte oder Geräusche immer wieder abzuspielen.
Der SimPad Audio Converter bietet die Möglichkeit, Geräusche in das Sim Pad zu integrieren – dies kann folgendermaßen geschehen:

1. Vorhandene Soundfiles ( z. B. *.wav ) in das SimPad Format konvertieren

oder

2. Eigene Tonaufnahmen von gesprochenem Text oder Geräuschen vornehmen

Die jeweilige Tonaufnahme kann dann über den Theme Editor in das Sim Pad Integriert und verwendet werden.


Vorankündigung High Performance CPR Workshop

Nach dem großen Erfolg unseres High Performance CPR Workshop auf der RETTmobil diesen Jahres haben wir uns entschlossen, zusammen mit der European Resuscitation Academy am

- Montag 10.11. von 09:00 - 13:00 in Mainz
- Montag 10.11. von 14:00 - 18:00 in Mainz

Sowie am
- Montag 08.12. von 09:00- 13:00 in Puchheim (bei München)
- Montag 08.12. von 14:00 -18:00 in Puchheim (bei München)

Insgesamt vier je 4-stündige intensive Workshops zum Thema hochqualitative CPR anzubieten.

In Gruppen von maximal 12 Teilnehmer erfahren Sie, warum es in Städten, wie z.B. Seattle (USA), Stavanger (NO) oder dem Kanton Ticino in der Schweiz signifikant höhere Überlebensraten bei plötzlichem Herzstillstand gibt als im Durchschnitt der westlichen Welt. Strategien und Techniken der hochqualitativen CPR werden in den Workshops intensiv geübt.
Wenn auch Sie in Ihrer Organisation die Überlebensrate steigern wollen: Reservieren Sie sich das Datum in Ihrem Kalender und erfahren Sie im nächsten Newsletter mehr, oder sprechen Sie uns direkt an.


Termine 2014

Sie besitzen einen Laerdal Megacodetrainer oder Laerdal Patientensimulator oder Sie beabsichtigen, einen anzuschaffen?
Sie möchten neben der beim Kauf mit angebotenen Produktschulung mehr erfahren?
Sie möchten wissen, wie Sie mit dem Modell ein Training konzipieren, durchführen und nachbesprechen können?

Dann nehmen Sie Teil an unseren Kursen, die spezifisches Wissen für Trainer und Ausbilder vermitteln. Und darüber hinaus den Austausch mit Anwendern aus anderen Professionen und Disziplinen ermöglichen.


InTrain



Der 1,5-tägige Kurs InTrain ("Instruktorenkurs Basissimulation"), in dem mit dem Resusci Anne-Simulator und dem ALS-Simulator trainiert wird, findet an folgenden Terminen statt:

• InTrain 5: 28.11.2014 - 29.11.2014, Mainz (ausgebucht)
• InTrain 6: 17.10.2014 - 18.10.2014, Mainz


InFacT



Der 4-tägige Instruktorenkurs richtet sich an alle, die mit der Simulation beginnen wollen oder dazulernen möchten. Er wird von der Laerdal Medical GmbH unterstützt.

• InFacT 35: 16. - 17.09.2014 und 21. - 22.10.2014, Hannover
• InFacT 36: 11. - 12.11.2014 und 09. - 10.12.2014, TüPass, Tübingen


InFacT Refresher



• InFacT Refresher 2014-2: 24 - 25.11.2014, Puchheim


InFacT Advanced



• InFacT Advanced 2014: 10. - 11.07.2014, Metzingen


InSPaS



• InSPaS 2: 27. - 28.11.2014, Puchheim



Für Fragen zu unseren Training Services und unseren Produkten stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Laerdal Medical GmbH, Lilienthalstr. 5, 82178 Puchheim
Tel: 089 / 864954-0 | info@laerdal.de | www.laerdal.de
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