Das Great Western Hospital ist ein 600 Betten umfassendes Krankenhaus im britischen Bezirk Swindon, das Notfallversorgung, chirurgische Maßnahmen, Diagnose, Kinderheilbehandlungen, eine Entbindungsstation sowie ambulante Patientenbetreuung bietet. 

Ende der Sechzigerjahre begann das Krankenhaus damit, die Simulation in seine bestehenden Personaltrainingsprogramme aufzunehmen, in der Überzeugung, dass Simulationsübungen zu einer besseren Qualität der Patientenbetreuung und mehr Sicherheit für den Patienten führen. In der Ausbildungsabteilung (der Akademie) werden derzeit jedes Jahr ca. 2000 Personen geschult – interne und externe Mitarbeiter des Krankenhauses, Gesundheitsdienstleister für die Primärversorgung sowie ausgewähltes Polizeipersonal.

Simulation auf der Krankenstation
Auch wenn die Ausbildungsabteilung umfassend ausgerüstet ist, wird großer Wert auf Teamsimulationsübungen zur Unterstützung der Krankenstationen (in-situ) gelegt, wo Kollegen auch gemeinsam in ihrem eigenen Umfeld mit herkömmlichen Werkzeugen und vertrauten Gerätschaften geschult werden. Die Mitarbeiter des Krankenhauses werden jedoch auch aufgefordert, die Simulationseinrichtungen zwischen diesen Übungssitzungen selbständig zu nutzen. Nach jeder Schulung tragen ausgedehnte personalisierte Debriefings dazu bei, die im Laufe der Simulation erworbenen Erkenntnisse zu verfeinern und zu vertiefen. 

Häufig eingesetzt werden simulierte Szenarien wie akute kritische Erkrankungen, Herzstillstand, Brustschmerzen, Koma, Atemwegsschwierigkeiten/Intubation, Myokardinfarkte sowie Atemstillstand. Als Übungsvorrichtungen kommen bei diesen Szenarien neben weiteren Trainings- und Übungsmodellen auch SimMan, SimBaby, ALS-Simulator und die Resusci Anne Skills-Station zum Einsatz. Unlängst wurde auf den Krankenstationen außerdem MicroSim (computersimulierte klinische Übungen) zur Verfügung gestellt, das von Ärzten sowie dem Pflegepersonal genutzt wird.