Das Dänische Institut für Medizinische Simulation (DIMS) am Herlev-Universitätsklinikum in Kopenhagen wurde 2001 gegründet. Die weite Verbreitung der medizinischen Simulation in Dänemark ist vor allem der Universität zu verdanken, da die Anästhesieabteilung Anfang der Neunzigerjahre eine zentrale Rolle bei der Entwicklung eines dänischen Anästhesiesimulators gespielt hat. Somit konnten die Mitarbeiter des Klinikums reichlich Erfahrungen im Simulationstraining sammeln. Anästhesisten und Anästhesieschwestern waren von dieser neuen Trainingsmöglichkeit begeistert und wollten sie mehr Anwendern zugänglich machen. So entstand die Idee eines Instituts für Simulationstraining. 

In der Region rund um die Hauptstadt Dänemarks gibt es acht Kliniken, darunter das Herlev-Universitätsklinikum, das zweitgrößte Dänemarks. Es versorgt 700.000 Einwohner, bietet eine große Auswahl medizinischer Fachgebiete und trägt somit zu einer effizienteren Krebsbehandlung der dänischen Bevölkerung bei. Das Herlev umfasst 26 Abteilungen mit 4.000 Mitarbeitern.

Gemeinsame Anstrengungen

Einige Schlüsselfiguren aus dem Herlev begannen damit, Anästhesiepersonal aus dem ganzen Land Simulationskurse anzubieten. So gewann das medizinische Simulationstraining in ganz Dänemark an Bekanntheit. Die Hauptstadtregion erkannte, was dieses Simulationstraining bewirken könnte, wenn es Pflegepersonal aus allen acht Kliniken der Region angeboten würde. Nach einer Zeit der Deliberalisierung entschloss sich die Hauptstadtregion, das Institut für Simulation zu finanzieren. Für das Herlev-Universitätsklinikum wurde die finanzielle Unterstützung zu einem Wendepunkt der zur Einrichtung des DIMS führte.

Simulation auf den individuellen Bedarf zugeschnitten

Das DIMS ist eine eindrucksvolle Simulationseinrichtung auf über 30.000 m² mit 13 voll ausgerüsteten Simulationsräumen, 5 Kontrollräumen, 7 Debriefingräumen und 3 Schulungsräumen. Dank der vielen verschiedenen Spezialgebiete des DIMS kann der Lehrstoff auf den Bedarf und die Prioritäten der einzelnen Gruppen zugeschnitten werden. In die Planung der Simulationskurse werden Experten aus den jeweiligen Spezialgebieten einbezogen. Dadurch ist sichergestellt, dass die speziellen Ausbildungsanforderungen voll und ganz erfüllt werden. Somit handelt es sich bei den Dozenten um eine vielschichtige Gruppe mit unterschiedlichem medizinischem Hintergrund, was als enormer Vorteil angesehen wird. 

Für diese Kurse steht folgende Trainingsausstattung zur Verfügung: 1 SimMan 3G, 8 SimMan, 3 SimBaby, 1 SimNewB, 6 Audiovisuelle Systeme, 8 PCs mit MicroSim, 4 Resusci Anne Skills-Stationen und 3 ALS-Simulatoren sowie eine Reihe von Trainings- und Übungsmodellen. 

Das DIMS arbeitet mit dem Center for Clinical Education (CEKU) sowie dem Rigshospitalet in Kopenhagen zusammen und beteiligt sich aktiv an nationalen und internationalen Simulationsnetzwerken. Außerdem fungiert es als Wissenszentrum für neue Simulationszentren in Dänemark.