Das Ridgewater College mit Campus in Willmar und Hutchinson ist eines von 33 Hochschuleinrichtungen, die in das Minnesota State Colleges and Universities (MnSCU) System aufgenommen wurden. Das College bietet vielfältige Ausbildungsmöglichkeiten und hat es sich zum Ziel gesetzt, „eine führende dynamische Bildungsstätte zu werden, die in einem studentenorientierten Lernumfeld beispielhaft für Innovation und herausragende Leistungen steht“.

Im Rahmen einer Strategie, sich dieser Vision zu nähern, hat das College den Einsatz von Simulation im Unterricht wie auch im Klinikalltag untersucht. Das Ridgewater kann seitdem die erfolgreiche Integration von Simulation in den Lehrplan und in die Klinik-Gemeinschaft vermelden. Das Krankenpflegeprogramm umfasst ein LPN- (Licensed Practical Nurse) und AD-Programm (Associate Degree Nursing Program) mit rund 250 Studenten pro Semester.

Der anfänglichen Simulationserfahrung des Colleges folgte 2002 die Anschaffung eines SimMan, die sich so großer Beliebtheit erfreute, dass in alle Ausbildungsabschnitte sowie in den Unterricht und die Laborzeit Simulationsübungen aufgenommen wurden. Als später noch SimNewB hinzukam, beschloss Jeanne Cleary, Director of Simulation, BSN, MA, RN: “Nachdem wir selber auf Anhieb viel Programmierungsarbeit vorgenommen und Szenarios ausgeführt haben, wollte ich lernen, wie man die vorprogrammierten Szenarios benutzt. Jetzt mache ich es nur noch so – das gefällt mir richtig gut”.

Partnerschaft in der Simulation

Das Ridgewater setzt die Simulation in jedem Semester des Krankenpflegeprogramms ein. Pro Semester werden im Rahmen der Klinikerfahrung mindestens drei Simulationstage abgehalten. Das Krankenpflegeprogramm unterhält eine Partnerschaft mit Krankenhäusern, Kliniken, Pflegeheimen und anderen Gesundheitseinrichtungen der Region, um Ausbildungsprogramme anzubieten. Cleary sagt, dass Studenten damit mit einer Vielzahl von klinischen Situationen in Berührung kommen und sie sind höchst motiviert, davon etwas zurückzugeben. Und weiter: „Wir unterstützten ein Krankenhaus durch Unterweisung der Pflegekräfte in einem Gesundheitsversorgungssystem, als die medizinischen und chirurgischen Einheiten zusammengefasst wurden. Wir haben das RPAP (Rural Physician Associate Program) auf den Campus geholt, um praktische Übungen für komplexes Patiententraining anbieten zu können. Außerdem setzen wir in der Gesundheitspflege unsere Simulatoren ein, beispielsweise SimNewB für NRP und SimMan für das ACLS-Training.“

‘Schocktage’

Einer der größten Erfolge des Ridgewater ist die Lernerfahrung im Bereich des Pflegemanagements. Cleary weiter: „Nachdem wir Lücken bei unseren ATI-Prüfungsergebnissen* ausgemacht hatten, wurden Szenarios entwickelt, die diesen Lernbereich ausfüllen. Heute gibt es bei uns einen „Schocktag“, den die Studenten durchlaufen müssen. Die Folge war eine Verbesserung der Prüfungsergebnisse.“ Cleary weist darauf hin, dass die Studenten den Unterschied sofort gemerkt hatten, denn es kamen Kommentare wie: „Bei einer Prüfung, zu der wir eine Simulation durchführen konnten, habe ich wesentlich besser abgeschnitten“.

Das Ridgewater unterhält jetzt hochmoderne Simulationszentren auf beiden Campus und setzt derzeit folgende Trainingsgeräte ein: SimMan 3G (für die Mobile Simulationseinheit), SimMan, SimBaby, SimNewB, verschiedene VitalSim-Übungsmodelle sowie Virtual IV.

Cleary fasst zusammen: „Wir sind ganz sicher, dass die Simulation und der aktive Lernprozess unseren Studenten zu kritischem Denken, Problemlösungen und einer Priorisierung in der Patientenbetreuung verholfen haben. Den Gruppen steht zwar unterschiedlich viel Zeit zur Verfügung, doch erfüllen alle Studenten die vorgegebenen Ziele der Szenarios. Die Studenten sind der Herausforderung mittlerweile gewachsen. Damit erzielen sie bessere Prüfungsergebnisse und zeichnen sich auch im Klinikalltag durch bessere Leistung aus.“

* Assessment Technology Institute