Bei dem Darton College für Krankenpflege handelt es sich um eine fortschrittliche Ausbildungseinrichtung, die 2008 rekordverdächtige Anmeldezahlen verzeichnen konnte: 5.854 Studenten aus 28 Staaten und 44 Ländern. Obwohl dieser Wert einer Zunahme der Studentenanmeldungen seit 2000 um bemerkenswerte 78 % entspricht, will das College die Aufnahmekapazität in den nächsten 10 Jahren noch weiter steigern.

Das Associate Degree Program in der Krankenpflege am Darton College ist ein über fünf Semester laufendes Programm, mit dem die Absolventen auf eine Arbeit als Krankenpflegekraft in hochrangigen Positionen an Krankenhäusern und vergleichbaren Einrichtungen vorbereitet werden sollen. Bereits seit Langem hat das College ein enormes Trainingspensum zu bewältigen, das im Einklang mit den Expansionsplänen jedoch noch erhöht werden soll. Dabei wurde immer deutlicher, dass die Trainingszeit optimiert werden muss. Aus diesem Grund wurden zusätzliche, auf die Lehrplananforderungen abgestimmte Trainingsmethoden in Betracht gezogen.

Der Versuch, Zeit zu sparen

Das Simulationstraining war dabei eine Lösung. Bereits 2004 hatte das College einen SimMan-Patientensimulator erworben, doch er war nicht lange in Gebrauch, da der zuständige Mitarbeiter kurz danach nicht mehr zur Verfügung stand. Das änderte sich, als Tracy Suber (MSN, RN) ins Spiel kam. Als Koordinator des „Bridge-Programms“ am College, das LPNs und Komplementärmediziner bei der Erlangung eines Associate-Abschlusses innerhalb von 15 Monaten unterstützt, war Tracy Suber an den Möglichkeiten interessiert, die ein Simulationstraining bietet. Nachdem er 2007 zusammen mit Kristie Smith an einem Einführungstrainingskurs für SimMan teilgenommen hatte, wollten beide der Fakultät deutlich machen, welchen Nutzen die Simulation in ihrem Lehrplan haben könnte.

Die Fakultät unterstützte den Gedanken zwar prinzipiell, doch die erforderliche Zeit für die Ausarbeitung erster klinischer Szenarios stellte ein ziemlich großes Hindernis dar. Suber dazu: “Als Ausbilder in der Krankenpflege findet man kaum Zeit für die Vorbereitung auf Vorlesungen, gute Beratung oder um einfach nur für die Studenten da zu sein … somit war es schwer, Zeit für die Ausarbeitung von Szenarios zu finden.”

Eine fertige Lösung

Mit der Einführung des vom NLN und von Laerdal entwickelten Pakets „National League for Nursing Scenario“ für SimMan war das Problem gelöst. Suber erkannte: „Ich wusste, ab dem Moment in dem die NLN ins Spiel kommen würde, hätte sie für den Lehrplan der Krankenpflegenschulen einen unschätzbaren Wert.“

Das Paket „Simulation in Nursing Education Scenarios“ wurde speziell für Dozenten in der Krankenpflege entwickelt. Je zehn vorkonfigurierte chirurgische und medizinische Szenarios fordern die Studenten in unterschiedlichen Schweregraden heraus. Die Fälle reichen dabei von der Messung von Vitalparametern bis hin zur Erkennung und Behandlung von lebensbedrohlichen Komplikationen.

Suber stellt fest, dass das Training durch die Szenarios erheblich an Qualität gewonnen hat, und erläutert zudem: „Die NLN-Szenarios nehmen mir als Dozent ziemlich viel Arbeit ab. Ich kann die Bestellseiten für Ärzte nutzen, die entsprechenden Gerätschaften einsammeln und an die Arbeit gehen.“

Vorausplanung

Suber plant einen weiteren Einsatz der Simulation im gesamten College und möchte das Labor besser ausstatten. Zuversichtlich, dass die Simulation verstärkt zum Einsatz kommen wird und dass sie künftigen Pflegekräften sehr nützlich sein wird, schließt Suber: „Der Staat Georgia hat bisher noch keine Entscheidung darüber getroffen, inwieweit wir die Simulation stundenmäßig oder prozentual auf die Klinikstunden anrechnen können, aber wir wissen, dass dies derzeit geprüft wird. Die Forschung hat gezeigt, dass Simulation einen sehr großen Nutzen bringen kann. Ich bin überzeugt davon, dass sie im Laufe der Zeit bei einer Abnahme der zur Verfügung stehenden klinischen Räume und einer Zunahme der Anmeldezahlen zu einem wichtigen Teil unseres Lehrplans werden wird.“