Neben dem nach drei Jahren zu erlangenden Bachelor-Abschluss werden am Gjøvik University College außerdem noch ein einjähriger Studiengang in Gesundheitswissenschaften, verschiedene 18-monatige Kurse für ausgebildete Fachpflegekräfte sowie Master-Programme angeboten.

 

Vom Skills Training zu umfassenden Simulationen

Two Gjøvik University College student examining a simulated patient.

2002 schaffte das College einen SimMan an. Zunächst wurde der menschliche Patientensimulator jedoch ausschließlich für das Skills Training eingesetzt. Das umfassende Simulationstraining war zur Jahrhundertwende für die meisten ein neues Konzept. Um aus erster Hand Kenntnisse in der neuen Methodik zu erlangen und eigene Erfahrungen zu sammeln, bot der Dozent und Hauptinitiator Terje Ødegården für die nahe gelegenen Kliniken zunächst kostenlose Simulationstrainings an. Nach einiger Zeit konnte das Team von Herrn Ødegården dann kostenpflichtige Schulungskurse abhalten, die die notwendige finanzielle Grundlage für einen Ausbau der College-eigenen Simulationseinrichtung schaffte. Nach und nach konnte das Training immer besser auf den Trainingsbedarf der Studenten abgestimmt werden. Davon profitierte auch die Qualität der Unterweisungen. Roger Lian, Dekan im Fachbereich Gesundheit und Pflege, dazu: „Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass das Simulationstraining maßgeblich zu einer Verbesserung der Pflegequalität beiträgt und dass wir damit auch künftigen Anforderungen gerecht werden können.“

 

                                                                    

Das Simulationsprogramm

Heute bietet das College Kompetenzmanagement, Protokolltraining und Crisis Resource Management (CRM) an. Durch den Einsatz von Skills Training und umfassender Simulationen kann außerdem verschiedenen festgelegten Lernzielen entsprochen werden. Ausführliche, persönlich ausgerichtete, von einem Instruktor geleitete Debriefings sind fester Bestandteil des Trainings. Anhand während der Szenarien aufgenommener Videoclips lässt sich veranschaulichen, was gut gelaufen ist und wo Verbesserungsbedarf besteht.

Auch weiterhin bietet das College Simulationstraining für externe Kunden wie öffentliche Krankenhäuser, Gemeindeorganisationen und die Industrie an. Dazu kommen noch Instruktorentrainings (so genannte „Train-The-Trainer“-Kurse). Alles in allem steht das Simulationstraining rund 1000 Teilnehmern pro Jahr offen.

 

Trainingseinrichtungen

Das College unterhält vier voll ausgerüstete Simulationsräume, zwei Kontrollräume, vier Unterrichtsräume, die auch für das Debriefing genutzt werden, zwei Hörsäle, verschiedene Labors und 24 Krankenhausbetten.

 

Premierminister eröffnet Labor

Prime Minister Jens Stoltenberg reached a speed of 130 km/hour trying out the ambulance at Gjøvik University College. 
Foto von Maria Lillemoen. 

Anfang dieses Jahres eröffnete der norwegische Premierminister Jens Stoltenberg offiziell das vorstationäre Labor und gab den Startschuss für den Einsatz des Rettungssimulators. Er zeigte sich von den Projekten sehr beeindruckt. An dem auf einem beweglichen Unterbau montierten Rettungssimulator erleben die Studenten mit, wie es ist, als Rettungssanitäter Patienten zu versorgen. 

Dekan Roger Lian weiter: „Für uns ist es wichtig, vorstationäres Fachwissen in einem Dienst auszubilden, der ständig im Wandel begriffen ist, und die Sicherheit des Patienten stets in den Mittelpunkt zu stellen.“'   

                                                                 

Mitarbeiter

  • Geschäftsführer/Instruktor
  • 1 Techniker
  • Hauseigene Instruktoren:
    • 11 Pflegekräfte (Mitarbeiter der Fakultät)
    • 1 Radiologietechniker
  • Kooperation von Instruktoren:
    • 3 Ärzte
    • 1 Intensivpflegekraft
    • 1 Pflegekraft

 

Was bisher erreicht werden konnte

Die hochmodernen Simulationseinrichtungen haben dafür gesorgt, dass alle Krankenpflegeschüler an diesem College in der Lage sind, ein Mindestmaß an praktischen, vollständig immersiven Simulationen durchzuführen, und dass das Training in einer sicheren, kontrollierten Umgebung stattfindet. In Verbindung mit den anschließenden Debriefing-Sessions bereitet das Simulationstraining diese Schüler somit besser auf die klinische Praxis vor.