Das Training grundlegender Fertigkeiten in der Krankenpflege und die Stresssituation waren echt. Der Patient jedoch war es nicht. Es handelte sich vielmehr um einen SimMan®, der die Rolle des Patienten in einer klinischen Simulationsübung übernahm.

Die klinische Simulation ist eine Unterrichtsform, die Situationen in der Praxis der Krankenpflege nachstellt. So können die Studenten reale Situationen außerhalb des Unterrichtsraums oder klinischen Umfelds erleben. Ziel war es, die Fertigkeiten der Studenten im Rahmen von Szenarien zu verbessern, an denen Fachkräfte, Patienten und Familienmitglieder beteiligt waren.

„Studenten erwarten während ihrer Krankenpflegeausbildung realistische Szenarien“, erklärt Kathryn Shaffer, RN, MSN, eine Instruktorin, die Grundlagen der Krankenpflege und Patientensicherheit an der Jefferson School of Nursing unterrichtet. „Die klinische Simulation bietet ihnen eine Möglichkeit, sich wesentliche Kenntnisse in der Krankenpflege, Beurteilungs- und Kommunikationstechniken anzueignen und diese zu trainieren.“

Die Studenten an der Jefferson School nahmen in den ersten Wochen des Semesters erstmalig an einer klinischen Simulationsübung teil. Themen waren Sicherheit, ethische Probleme und fehlerhafte Medikamentengaben. Dabei „konnte ihnen die Angst etwas genommen werden“, erklärt Kathryn Schaffer. „Es war eine großartige praktische Lernerfahrung, sodass ich die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen besser verstehen und erfassen konnte“, begeistert sich eine Student. Eine weitere Aussage: „Mit dem Training konnten wir uns hervorragend auf unseren ersten Tag in der Klinik vorbereiten.“

Aber selbst bei einer gewissen Grunderfahrung aus dem Klinikalltag gibt es immer noch Situationen, mit denen Studenten erst nach ihrem Abschluss, konfrontiert werden. Die klinische Simulation bietet den Studenten eine sichere Lernumgebung, in der sie verschiedenste Situationen durchleben, während sie die grundlegenden Fertigkeiten erlernen.

A student talks to a standardized patient portraying the patient's wife.

Die Studenten der Jefferson School absolvierten am Ende ihres ersten Semesters eine weiteres Training. Das Szenario begleitete einen Patienten von der Notaufnahme durch die OP bishin zur Entlassung aus dem Krankenhaus. In der Regel können die Studenten diesen kompletten Ablauf eines Patienten durchlaufen und miterleben. An dieser Übung war auch ein standardisierter Patient beteiligt - eine Schauspielerin, die als Ehefrau des Patienten fungierte. Während verschiedene Studentengruppen abwechselnd an unterschiedlichen Phasen des Szenarios teilnahmen, beobachtete sie der Rest der Klasse per Videoaufzeichnung und führte unter Leitung eines Dozenten eine Diskussion zur evidenzbasierten Übung.

Nach den einzelnen Szenen setzte sich jede Gruppe mit den Instruktoren zusammen, um die Leistungen zu beurteilen und Probleme, weiteren Lernbedarf zu analysieren. Dieses Debriefing wurde in einer vertrauten Lernumgebung abgehalten.

„Die Krankenpflegeausbildung verfolgt stets das Ziel, das Selbstvertrauen und die Kompetenz im klinischen Alltag zu stärken“, erklärt Kathryn Shaffer. „Wir wissen nicht, ob die Simulation zu mehr klinischer Kompetenz führt. Was wir jedoch wissen ist, dass die Studenten sagen, dass ihnen damit die Umsetzung der Konzepte und Fertigkeiten der Krankenpflege leichter fällt.“

Aus einem Artikel in StuNurse, dem meistgelesenen und vertrauenswürdigsten Magazin, das sich an jeden Studenten und jede Fakultät der Krankenpflege in Amerika richtet. Verwendet mit freundlicher Genehmigung von Publishing Concepts, Inc.