Der Kurs British Battlefield Advanced Trauma Life Support (BATLS) war fast zehn Jahre lang ein wesentlicher Bestandteil des vor einem Einsatz stattfindenden Trainings, als 2006 schließlich umfängliche Simulationen in den Kurs aufgenommen wurden. Zuvor nutzte das Zentrum einfachere Trainingsmodelle, doch die Instruktoren stellten fest, dass die hochentwickelteren Simulatoren das Training aufwerten, da sich realistische Situationen wesentlich einfacher nachstellen lassen und effizientere Teamtrainings möglich sind.

 

Ablauf der Simulationsszenarien 

Training in the simulation lab.

Das alarmierte Team enthält Informationen zu dem bevorstehenden Vorfall und anschließend eine Einführung zu dem Simulator, der während des Szenarios als Patient fungieren soll. Der Instruktor sitzt im Kontrollraum neben dem Simulationslabor. Von dort aus kann der Instruktor die körperlichen Zustände und Vitalzeichen des Simulators dynamisch kontrollieren und den Schwierigkeitsgrad abstimmen. Über ein Mikrofon im Trainingsmodell kann der Instruktor dem Patientensimulator eine Stimme verleihen, über den Einwegspiegel beobachtet er die Aktionen der Beteiligten.

 

Debriefing

Die Simulationsszenarien werden auf Video aufgenommen und in einem strukturierten Debriefing ausgewertet. Dabei wird erörtert, was gut gelaufen ist und was beim nächsten Mal verbessert werden könnte, ohne dass dabei jedoch eine Beurteilung ausgesprochen wird.

 

Military personnel training tactical field care.

Bewertung der Trainingsmethode

Zur Bewertung der Simulation als Verfahren des medizinischen Trainings im Militärbereich werden insgesamt 117 Teilnehmern (darunter Ärzte, Pflege- und Rettungskräften) während eines schwedischen BATLS-Kurses nacheinander ein Fragebogen mit folgenden Aussagen vorgelegt:

  • Das Simulationstraining hat mir eine realistische Erfahrung vermittelt.
  • Das Simulationstraining hat meine Fertigkeiten bei der Durchführung von lebensrettenden Maßnahmen bei einem Trauma verbessert.
  • Die während des Szenarios erzeugten audiovisuellen Effekte haben mir eine realistischere Erfahrung geboten.
  • Durch das Simulationstraining funktioniere ich besser im Team.

 

Ergebnisse

Eine „positive Antwort“ wurde als ≥4 auf einer 5-Punkte-Likert-Skala ausgewiesen. Alle 117 Teilnehmer beantworteten den Fragebogen. Der Prozentsatz der positiven Antworten lag zwischen 71,8 und 94,0 %.  

 

Fazit

Das Simulationstraining gewinnt als Trainingsmethode für nicht technische Teamfertigkeiten zunehmend an Beliebtheit. Im Simulatorlabor lassen sich komplexe Szenarien durch die Kombination medizinischer Herausforderungen mit Problemen in den Bereichen Einsatzführung, Sicherheit und Kommunikation problemlos erstellen. Die neuen kabellosen Simulatoren sorgen für noch weitreichenderen Einsatz der Simulatoren und erleichtern die Durchführung der In-situ-Trainings.