Um Know-how, Ideen und Inspirationen zur Organisation eines vollständigen Simulationstrainings aus erster Hand zu erhalten, trafen sich die Dozenten der Birmingham City University (BCU) mit Kollegen, die in diesem Bereich bereits Erfahrungen sammeln konnten. 2005 wurde die BCU für die Teilnahme an einer Studie zur Einbindung und Erprobung des Simulationstrainings ausgewählt – ein Projekt, das sie dazu anspornte, das Training selbst zu implementieren.

 

Die Finanzierung

Die Fakultät für Gesundheitswissenschaften stellte die anfänglichen Finanzmittel, die zum Aufbau des "Clinical Skills and Simulation Learning Centers" erforderlich waren. Die Universität weiß um die Bedeutung , dass das Pflegepersonal und die Gesundheitsfachkräfte für die klinische Praxis vorbereitet sein müssen. Die BCU ist um eine  fortlaufende Finanzierung bemüht. 2004 wurden der Universität vom "Higher Education Funding Council for England" (HEFCE) zusätzlich drei Millionen britische Pfund für die Einrichtung eines "Center for Excellence and Teaching" zugestanden. 

Mitarbeiter

  • 8 Dozenten für Krankenpflege
  • 2 Dozenten für Kinderkrankenpflege
  • 3 Dozenten für die Pflege psychisch Kranker
  • 1 Dozent für die Pflege Behinderter
  • 1 SkillsLab-Service-Manager
  • 2 Techniker

 

Neben der Abteilungsleitung des Trainings-Zentrums sind alle Instruktoren erfahrene Dozenten mit umfassender Berufserfahrungen in der Krankenpflege.

 

Erfahrung sammeln durch Simulationstraining

Vorteile: Anfangs sind die Studenten nervös und ängstlich – am Ende der Simulation sagen sie jedoch: „Es war toll und hat uns richtig Spaß gemacht!“ Wenn das Dozentenkollegium Enthusiasmus an den Tag legt, lassen sich die Studenten eher zum Mitmachen begeistern. Die Dozenten sind überzeugt, dass die Simulation das professionelle Verhalten verstärkt und die Kommunikation zwischen den Teams verbessert. Dozent Jim Chapman dazu: „Einzelberichten zufolge intensiviert die Simulation den Lernprozess der Studenten. Durch Aktivitäten, die die Studenten während der Simulation ausüben müssen, prägt sich der Lernstoff besser in ihr Gedächtnis ein. Manchmal nehmen sie noch Bezug auf Szenarien, die zwei Jahre zuvor durchgeführt wurden! Und die Simulation verbessert das reflektive Denken, insbesondere nach einem Debriefing.“

Herausforderungen: Die Universität würde das Simulationstraining gerne erweitern, doch fehlt derzeit das Personal dafür. Die Kosten für Simulatoren, Support sowie Wartung sind ebenfalls erheblich und damit ein Problem. Da die Fertigkeiten- und Simulationsräume zu Spitzenzeiten während des Kalenderjahres enorm nachgefragt sind, kann die Ausarbeitung der Terminpläne sehr schwierig werden. Bei großen Gruppen lässt sich nur schwer sicherstellen, dass sich alle Studenten beteiligen, während eine kleine Gruppe aktiv in der Simulation ist.

 

 

Amy Richardson, BCU Nurse student

„Im Gegensatz zum Praktikum auf den Stationen hat man hier Zeit zum Üben und bekommt Gelegenheit, Fragen zu stellen. Und man darf auch einmal Fehler machen.“ 

Amy Richardson, Studentin der Krankenpflege an der BCU

                   

 

Die Simulationseinrichtungen umfassen Folgendes:

  • 2 Vier–Bett-Patientenzimmer mit allen Geräte, die üblicherweise in einem Krankenzimmer vorhanden sind
  • 1 Gipsraum
  • 2 Räume für manuelle Lagerung/Behandlung
  • 1 Kontrollraum
  • 1 Homecare-Zimmer
  • 1 OP
  • 1 Skills Practice and Clinical Enhancement-Raum (SPACE)