Die Laerdal-Stiftung

Aufgabenbereich

Die Stiftung wurde 1980 gegründet, um Forschungs- und Entwicklungsprojekte auf dem Gebiet der Akutmedizin – insbesondere solche mit starkem Praxisbezug – finanziell zu fördern.
Der Vorstand besteht aus den folgenden sieben Personen:

 

  • Dr. Petter Andreas Steen, Professor für Akutmedizin, Vertreter der Universität Oslo (Norwegen)
  • Dr. Petter Andreas Steen, Professor für Akutmedizin, Vertreter der Universität Oslo (Norwegen)
  • Dr. Åke Grenvik, Distinguished Service Professor für Intensivmedizin, Universität Pittsburgh (USA), Vertreter der US-amerikanischen Gesellschaft für Intensivmedizin
  • Dr. Geir Sverre Braut, stellvertretender Leiter der Gesundheitsbehörde im norwegischen Gesundheitsministerium
  • Dr. Doris Østergaard, Assistenzprofessorin für Anästhesiologie und Leiterin des dänischen Instituts für medizinische Simulation, Universitätsklink Herlev (Dänemark)
  • Dr. Åge Lærdal, Assistenzprofessor für Pädiatrie, Universitätsklink Stavanger (Norwegen)
  • Tore Lærdal, Geschäftsführer von Laerdal Medical AS, Stavanger (Norwegen)

 

Das Grundkapital der Stiftung belief sich zum 31. Dezember 2004 dank einer zusätzlichen Spende der Familie Laerdal auf rund 250 Millionen Norwegische Kronen.

Bisher hat die Stiftung über 1000 Projekte durch Mittel in Höhe von insgesamt etwa 55 Millionen Norwegischen Kronen unterstützt.

Nach der Erhöhung des Stiftungskapitals konnte 2005 – zum 25. Jubiläum der Stiftung – die Höhe der jährlich vergebenen Mittel auf 20 Millionen Norwegische Kronen erhöht werden.

Laut Satzung sind mindestens 50 Prozent der Fördermittel Projekte in den nordischen Ländern vorbehalten.

 

Förderbare Projekte 

Gefördert werden können Projekte mit klarem Bezug zur Akutmedizin.

Geeignet sind Vorhaben aus dem Bereich der experimentellen oder klinischen Forschung, Vorhaben rund um Diagnose, Behandlung und Transport von Patienten mit akut lebensbedrohlichen Erkrankungen oder Traumata, Vorhaben zur Unterrichtsentwicklung bzw. -durchführung oder Vorhaben, die mehrere dieser Elemente kombinieren.

Projekte im Zusammenhang mit außerklinischer Akutmedizin oder besonderer praktischer Bedeutung werden bevorzugt. Reisen zu Studienzwecken oder zur Teilnahme an Kongressen werden in der Regel nicht durch die Stiftung gefördert, ebenso wenig wie Vorhaben zur Umsetzung akutmedizinischer Maßnahmen ohne spezielle Forschungs- oder Schulungsrelevanz. Information  

 

Post-Doc-Stipendien zum Jubiläum

Zum 25. Jubiläum der Stiftung im Jahr 2005 wurden fünf Post-Doc-Stipendien ausgeschrieben. Bewerbungen können bis zum 1. April 2005 eingereicht werden. Information

 

Formale Anforderungen

Unterstützungsanträge an die Stiftung müssen auf dem offiziellen Formular eingereicht werden. Das Formular kann bei der Stiftungsverwalterin Åse Henrichsen, P.O. Box 377, 4002 Stavanger, Norwegen, angefordert oder hier heruntergeladen werden. Aus Aktualitätsgründen finden Sie diese im englischen Original:

Für ein PDF wählen Sie hier: Die Laerdal Stiftung.pdf
Für ein Microsoft Word Dokument wählen Sie: Die Laerdal Stiftung.doc


Das ausgefüllte Antragsformular ist in einfacher Ausfertigung mit allen zur Beurteilung des Projekts notwendigen Hintergrundinformationen einzureichen. Hilfreiche Zusatzinformationen wie etwa Referenzen, Studienprotokolle, Lebensläufe, Publikationen usw. können beigefügt werden, dienen jedoch lediglich zur Ergänzung und keinesfalls als Ersatz für die Projektbeschreibung auf dem Antragsformular.

Aus praktischen Gründen muss der Antrag maschinenschriftlich in englischer, norwegischer, schwedischer oder dänischer Sprache ausgefüllt werden.

Anträge werden zweimal im Jahr vom Vorstand begutachtet. Fristen für die Antragstellung sind jeweils der 1. April und der 1. Oktober eines Jahres. Antragsteller werden normalerweise innerhalb von acht Wochen nach der Antragsfrist über die Entscheidung des Vorstands informiert.

 

Förderungsfähige Ausgaben

Nur notwendige Ausgaben, die innerhalb von zwölf Monaten ab Projektstart zu erwarten sind, können übernommen werden.

Für ein Projekt, das im ersten Projektjahr gefördert wurde, kann frühestens zwölf Monate nach Mittelerhalt ein neuer Antrag auf Förderung eines zweiten Jahres eingereicht werden.

Wenn der Antragsteller gleichzeitig bei anderen Stiftungen bzw. Einrichtungen eine Förderung des Projekts beantragt, ist dies anzugeben.

Der Vorstand hat in diesem Zusammenhang beschlossen, dass die Förderung eines einzelnen Projekts in der Regel auf 125 000 Norwegische Kronen (im Januar 2005 umgerechnet 20 000 US-Dollar) zu begrenzen ist. Sollten die Gesamtausgaben für ein Projekt diesen Betrag übersteigen, bezieht der Vorstand auch andere Fördermöglichkeiten in seine Überlegungen mit ein, da es der Stiftung in vielen Fällen nicht möglich sein wird, die gesamten notwendigen Mittel bereitzustellen. Ausgaben für Ausrüstung und Sekretariatsdienste werden von der Stiftung nicht übernommen, soweit anzunehmen ist, dass die Ressourcen der Einrichtung genutzt werden können, an der das Projekt ausgeführt werden soll.

Aus dem Antrag muss hervorgehen, ob der Antragsteller in der Vergangenheit bereits für ein anderes Projekt Unterstützung von der Laerdal-Stiftung für Akutmedizin erhalten hat. In diesen Fällen bezieht der Vorstand den vom Antragsteller verfassten Bericht zum vorherigen Projekt mit ein. 

 

Bericht

Antragsteller, denen Stiftungsmittel bewilligt werden, müssen innerhalb eines Jahres nach Erhalt der Mittel sowie immer bei erneuter Beantragung von Fördermitteln einen kurzen schriftlichen Bericht beim Vorstand einreichen. Der Bericht muss Angaben zum Projektfortschritt, zu den Projekterkenntnissen, den Gesamtausgaben und der genauen Verwendung der Stiftungsmittel enthalten.

Bei Anträgen, die nicht zu einer Mittelbewilligung geführt haben, entsprach das geplante Projekt in der Regel aus mindestens einem der im Folgenden genannten Gründe nicht der Hauptausrichtung der Stiftung: Nach Ansicht des Stiftungsvorstands resultieren verbesserte Patientenresultate nicht nur aus Fortschritten auf dem Gebiet der medizinischen Wissenschaft, sondern auch, und möglicherweise sogar mehr noch, aus höherer Effizienz bei der Ausbildung und aus besserer Organisation vor Ort. Aus dem Utstein-Dokument geht hervor, dass die Überlebenschance sich als mathematisches Produkt der drei genannten Faktoren ausdrücken lässt. Die Ausführungen legen nahe, dass insbesondere eine verstärkte Schwerpunktlegung auf die beiden letztgenannten Faktoren großen Nutzen bringen könnte. Der Stiftungsvorstand stimmt dem zu. Bei Anträgen zu Projekten zu Ausbildungseffizienz und besserer Vor-Ort-Organisation bzw. Evaluierung von Resultaten bestehen daher besonders gute Aussichten auf eine Bewilligung.