Verbesserung der Reanimation

 

Verbesserung der CPR-Schulungsquote bei medizinischen LaienHospital employees training CPR in large groups.

Ohne Reanimation durch Anwesende verringern sich die Überlebenschancen nach einem Atem- oder Herzstillstand jede Minute um 7 bis 10 Prozent. Rettungswagen sind in der Regel erst nach mehr als 10 Minuten vor Ort. In den westlichen Industrieländern ereignen sich rund 70 Prozent aller Fälle von plötzlichem Herzstillstand zu Hause. Der typische Patient ist männlich und älter als 65 Jahre. Die Anwesenden sind höchstwahrscheinlich Familienmitglieder oder Freunde. Es ist deshalb wichtig, mit Schulungen in kardiopulmonaler Reanimation nicht nur eine größere Anzahl von Personen, sondern vor allem auch die richtigen Personen zu erreichen. Laerdal hat deshalb ein kostengünstiges Trainingspaket entwickelt. Innerhalb von weniger als einer halben Stunde kann damit eine videogestützte Selbstausbildung in CPR durchgeführt werden. Partnerunternehmen und Institutionen haben durch das Paket von Laerdal die Möglichkeit, ihr groß angelegtes CPR-Training auf diejenigen auszurichten, die mit hoher Wahrscheinlichkeit bei einem außerklinischen plötzlichen Herzstillstand anwesend sein werden.

                                       

Verbesserung von Gesundheitsversorgung und Schulung durch Simulation

In seinem Bericht „To Err Is Human“ („Irren ist menschlich“) schätzt das Institute of Medicine, dass in Kliniken allein in den USA jedes Jahr 50 000 bis 100 000 Patienten aufgrund von medizinischen Fehlern sterben. Dies hat dazu geführt, dass das Ziel, die Patientensicherheit zu erhöhen, sehr viel mehr Beachtung erfahren hat. Als eine der wichtigsten Maßnahmen hat sich dabei das Patientensimulationstraining erwiesen. Die Schulungsmethode der Simulation ermöglicht – unabhängig von der dabei verwendeten Technologie – ein interaktives Training mit Nachbesprechung in Kleingruppen. Dabei kommen ohne jegliches Risiko für Patienten realistische Szenarien zum Einsatz. Laerdal hat in den letzten Jahren eine Reihe von naturgetreuen Patientensimulatoren vorgestellt und ist in diesem Bereich zum international führenden Anbieter aufgestiegen.

  

 

Verbesserung der Neugeborenenbetreuung in EntwicklungsländernTraining resuscitation of newborn babies.

Der Großteil vermeidbarer Todesfälle tritt in Entwicklungsländern auf. Um das Millennium-Entwicklungsziel 4 zu erreichen – die Senkung der Kindersterblichkeit von unter fünfjährigen um zwei Drittel zwischen 1990 und 2015 –, müssen mehrere Millionen Geburtsbegleiter in Neugeborenen-reanimation geschult werden. Das Projekt „Helping Babies Breathe“ (Atemhilfe für Babys) wurde initiiert von der US-amerikanischen Kinderheilkundeorganisation American Academy of Pediatrics in Kooperation mit anderen Organisationen, beispielsweise der US-Behörde für Entwicklungszusammenarbeit (USAID), der Weltgesundheitsorganisation und der Kinderhilfsorganisation „Save the Children“. Angestrebt wird, jedes Jahr eine Million Neugeborene in Entwicklungsländern vor dem Tod durch Geburtsasphyxie zu retten, also in Fällen zu helfen, bei denen Babys nach der Geburt nicht eigenständig atmen und Unterstützung von einer geschulten Assistenzperson benötigen. Laerdal fördert das Vorhaben durch Bereitstellung effizienterer Ausbildungsinstrumente, die über ein kaskadierendes Modell der Wissensweitergabe die Schulung zahlreicher Geburtsbegleiter ermöglichen.

                            

Verbesserung der CPR-Qualität

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Den Leitlinien der Fachgesellschaften AHA (American Heart Association) und ERC (European Resuscitation Council) zufolge trägt qualitativ hochwertige CPR (insbesondere eine effektive Brustkorbkompression) erheblich zum Erfolg der Reanimation von Patienten mit Herzstillstand bei. In den Leitlinien 2010 wird empfohlen, Unterbrechungen der Kompressionen auf ein Mindestmaß zu beschränken und bei Erwachsenen eine Frequenz von mindestens 100 Kompressionen pro Minute mit einer Tiefe von mindestens 5 cm (2 Zoll) einzuhalten. Der Brustkorb sollte nach jeder Kompression vollständig entlastet werden; übermäßiges Beatmen ist zu vermeiden.</p>
<p>Die Einhaltung der Empfehlungen ist nicht immer einfach – Untersuchungen haben gezeigt, dass Ärzte und Pflegekräfte CPR im Großen und Ganzen nicht gemäß etablierten Leitlinien durchführen. Laerdal setzt sich für die Verbesserung der CPR-Qualität ein. So erhält das Behandlungsteam genaue Echtzeitangaben, damit sowohl bei Schulungen als auch bei Therapieanwendungen eine optimale CPR-Durchführung erreicht wird.