Laerdal-Webinare

Webinar-Vorschau

Webinar-Archiv

In dieser Übersicht

erhalten Sie eine Vorschau der Webinare und Veranstaltungen die in Kürze stattfinden werden.

Untenstehend finden Sie Zusammenfassungen und Aufzeichnungen von bereits abgeschlossenenn Webinaren.

 

Diese Webinar findet als nächstes statt. Weitere Informationen erhalten Sie hier.

 

 

Sollten Sie Fragen haben, wenden Sie sich bitte an marketing@laerdal.de.

Ihr Laerdal Medical Team 

Webinar-Aufzeichnungen 2017

Webinar-1

Titel: „Wiederbelebung macht Schule: „Leben retten ist kinderleicht! Wirklich?“

Webinar-Aufzeichnung (zum Öffnen bitte diesen Link öffnen)  


Hinweis:
Aufgrund der vielen Animationen in der Präsentation des Referenten gibt es kurze Tonverzögerungen ausschließlich beim Folienwechsel. Danke für Ihre Geduld!

Herr Jovin S. Bürchner (Master of School Development) stellte in diesem Webinar das Landesprojekt „Löwen retten Leben" (LRL) vor - ein integriertes und strukturiertes Schulprogramm zur Schulung der Wiederbelebung, welches mit abgestimmten Lehrmitteln (Videoinstruktionen, Lehrertrainings, Übungsmodellen) ausgestattet ist. Ziel des Webinars ist es, Strategien zu diskutieren, wie man flächendeckend die Wiederbelebung an weiterführenden Schulen etablieren kann, um die Laienreanimation voranzutreiben. Wir sind davon überzeugt, dass die Erhöhung der Überlebensrate in Deutschland eine gemeinschaftliche und äußerst dringliche Aufgabe ist. Denn Wiederbelebung sollte auch hierzulande zur Selbstverständlichkeit werden.

Was wollten wir mit diesem Webinar erreichen?
Nach aktuellen Zahlen des Deutschen Reanimationsregisters erleiden in Deutschland jährlich ca. 100 000 Personen einen plötzlichen Herz-Kreislauf-Stillstand. Nur ca. 10 Prozent der Betroffenen überleben. Im Jahr 2015 wurde nur bei knapp 34 Prozent aller Herz-Kreislauf-Stillstände eine Reanimation durch Laien begonnen. Wenn mehr Menschen (bereits im Schulalter) unverzüglich Wiederbelebungsmaßnahmen einleiten würden, könnten sich die Überlebenschancen der Patientinnen und Patienten verdoppeln bis verdreifachen. Leider greifen nach wie vor zu wenige Menschen im Notfall ein, daher ist es umso wichtiger, dieses Bewusstsein bereits an den Schulen zu schärfen.

In Baden-Württemberg macht „Wiederbelebung Schule“
Die Initiative "Löwen retten Leben" wurde 2015 vom Kultusministerium, dem Deutschen Roten Kreuz, dem Berufsverband Deutscher Anästhesisten (BDS), dem Sparkassenverband Baden-Württemberg und Laerdal Medical ins Leben gerufen. Wir möchten in diesem Webinar konkrete Beispiele aufzeigen, wie dieses Schulprojekt mithilfe von Lehrerfortbildungen an bisher rund 730 Schulen in Baden-Württemberg etabliert werden konnte und wie dieses Ausbildungssystem bei dem bereits ca. 1300 Lehrkräfte geschult wurden, organisiert und strukturiert ist. Jugendliche ab spätestens der siebten Klasse erfahren, wie sie im Ernstfall Menschen reanimieren können und üben an einem Trainingsmodell (Mini Anne Plus). Projektleiter Jovin S. Bürchner verdeutlicht immer wieder: „Man kann nichts falsch machen, außer nichts zu tun.“ Wiederbelebung ist kinderleicht, darum lauten die drei Leitlinien der Initiative auch simple und einprägsam „prüfen, rufen, drücken“.

Das Ziel dieses Webinars war es, das Thema Wiederbelebung an Schulen zu diskutieren und flächendeckend - somit auch in anderen Bundesländern - stärker in den Unterricht zu integrieren. Dafür werden Lehrerinnen und Lehrer in Fortbildungen darauf vorbereitet, Schülerinnen und Schülern die lebensrettende Herzdruckmassage weiterzuvermitteln. Mit Hilfe eines entwickelten Qualitätsrahmens soll sichergestellt werden, dass empfohlene Mindeststandards am Beispiel von Baden-Württemberg eingehalten werden können.

Der Referent

Jovin Samuel Bürchner - Master of School Development
• Koordinator Jugendrotkreuz-Schularbeit beim DRK Landesverband Baden-Württemberg
• Landeskoordinator für das Juniorhelferprogramm und die LRL-Landesinitiative in BW

Jovin S. Bürchner wohnt am Bodensee und arbeitet für das Kultusministerium beim DRK-Landesverband BW in Stuttgart.
Er gehört zusätzlich einer Bundesarbeits-gruppe an, die sich intensiv mit dem Schulsanitätsdienst beschäftigt. Herr Bürchner war, bevor er Lehrer wurde, jahrelang im Rettungsdienst und in der Luftrettung tätig. Als Lehrer und ehemaliger Schulleiter verfügt Herr Bürchner über viel schulpädagogische Erfahrung und hat tiefe Einblicke in die Schulverwaltung. Sein Master im Bereich Schulentwicklung prädestiniert ihn geradezu, gepaart mit seinen Vorkenntnissen, diesbezüglich Konzepte zu entwickeln, weiterzuentwickeln und nachhaltigkeitswirksam zu implementieren.                   

 

 

Webinar-2

Titel: Gute Ausbildung durch gute Ausbilder – Kompetenzanforderung an das Lehrpersonal zur Implementierung von Simulationstrainings im Rettungsdienst"

Webinar-Aufzeichnung (zum Öffnen bitte diesen Link öffnen)  

 

In der rettungsdienstlichen Ausbildung gewinnt das Themenfeld des simulationsbasierten Lernens (Simulationstraining) zunehmend an Bedeutung. Um diesen An- und Herausforderungen gerecht zu werden, setzt sich die Malteser Schule Dortmund das Ziel, seine Lehrkräfte auf diese Aufgabe ausreichend vorzubereiten.

Der Referent Herr André Martini (Schulleiter der Malteser Schule Dortmund) ging in diesem Webinar auf die Beweggründe seiner Rettungsdienstschule für die Implementierung eines Ausbilder-Schulungsprogramms ein und zeigte auf, welche Ergebnisse durch die Investition in das eigene Lehrpersonal bereits erzielt wurden sowie welcher Mehrwert langfristig angesteuert wird.
Die Referentin Nadine Schütte (gepr. Berufspädagogin, Program Implementation Manager, Laerdal) lieferte in diesem Webinar zudem nähere Details zum Ausbilder-Schulungsprogramm „NESTLED“ darstellen. Diese aus mehreren Modulen bestehende Weiterbildung für Lehrpersonal entstand aus einem europäischen Projekt mehrerer Universitäten und bietet für Ausbilder, Instruktoren und Pädagogen eine strukturierte Basis, die Simulation als Lehr-und Lernmethode in der notfallmedizinischen Ausbildung einsetzen.
Was möchten wir mit diesem Webinar erreichen? Simulation wird heutzutage als eine Standard-Lehrmethode in der rettungsdienstlichen Ausbildung anerkannt. Es wird in curriculare, räumliche, materielle Strukturen investiert, jedoch verliert man allzu oft den Fokus auf einen entscheidenden Erfolgsfaktor – die eingebundene Lehrkraft. Gute Ausbildung bedingt gute Ausbilder und so stellt sich oftmals die Frage, wie Dozenten, Lehrrettungsassistenten oder Praxisanleiter auf Ihre Lernbegleiter-Rolle noch besser vorbereitet und unterstützt werden können? Hier setzt NESTLED an. Das Ausbilder-Schulungsprogramm hilft innerhalb von vier Modulen die Simulationspädagogik zu verstehen und Simulationstrainings umzusetzen.
Es werden:
• Analysen über sinnvolle Simulations-Bereiche in der eigenen Organisation durchgeführt

• Simulations-Trainingseinheiten (Szenarien) entwickelt

• Vorbereitungen (Briefings), Durchführungen (Simulationen) sowie Nachbesprechungen (Debriefings) der Szenarien erarbeitet und trainiert

• sowie auf die Erfolgsfaktoren für ein nachhaltiges Einbinden der Simulation in den Praxis-Alltag eingegangen

Das Ziel dieses Webinars ist es, ein konkretes Beispiel aufzuzeigen wie Ausbilder/Instruktoren und Pädagogen auf Ihre Rolle in der simulationsbasierten Lehre vorbereitet werden und hierdurch einen Mehrwert für die gesamte Bildungseinrichtung bieten.

 

Der Referent

André Martini, Jahrgang 1983, ist staatlich geprüfter Rettungsassistent und hat sowohl im Rettungsdienst, als auch in einer zentralen Notaufnahme gearbeitet. Er studierte von 2006 bis 2011 Health Care Management an der Hochschule Niederrhein.
Während des Studiums war er bei einer Unternehmensberatung im Gesundheitswesen tätig. Heute ist er Leiter einer Berufsfachschule der Malteser in Dortmund.      

 

 

 
Webinar-Aufzeichnungen 2016

Webinar-1

Titel: In-Situ-Simulation – Training in den Alltag integrieren 

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Ellen Heimberg (siehe Referentenbeschreibung unten) lieferte praxisnahe Beispiele, wie sich In-Situ-Trainings im Alltag organisieren und integrieren lassen. In-Situ-Trainings, also Simulationstrainings in der tatsächlichen klinischen Umgebung, bieten viele Möglichkeiten, wie z.B. die Systemanalyse und die höhere Akzeptanz durch die bekannte Arbeitsumgebung und Logistik, die mit Trainings in einem Simulationszentrum nicht erreicht werden können. Natürlich ergeben sich auch viele Herausforderungen in der Organisation und Durchführung von In-Situ-Trainings. In diesem Webinar wurden diese Aspekte anhand erfolgreich implementierter In-Situ-Teamtrainings in externen Kliniken durch die PAEDSIM Gruppe, aber auch wöchentlich durchgeführter, interprofessioneller und stationsübergreifender Notfallschulungen in der eigenen Klinik, im Sinne eines "Low-dose-high-frequency Konzeptes", vorgestellt. 

Die Referentin
Ellen Heimberg ist Oberärztin auf der interdisziplinären-pädiatrischen Intensivstation in Tübingen und Vorsitzende des PAEDSIM e.V. - Teamtraining für Kindernotfälle sowie des internationalen deutschsprachigen Netzwerk Kindersimulation.

 

Webinar-2

Titel: "Gemeinsam 10.000 Leben zusätzlich pro Jahr in Deutschland retten"  
Webinar-Aufzeichung (zum Öffnen bitte diesen Link klicken):   

Herr Univ.-Prof. Dr. med. Bernd Walter Böttiger (siehe Referentenbeschreibung unten) ging in diesem Webinar auf die wesentlichen Änderungen der neuen Reanimationslinien ein.. Zudem zeigte er Strategien auf, wie wir in gemeinsamer Aktion 10.000 Leben zusätzlich pro Jahr in Deutschland retten können.

Webinar-Fokus: Die neuen Reanimationsleitlinien 2015 – Entscheidendes wurde geändert, vieles ist geblieben.
Die Laienreanimation, die Telefonreanimation sowie der Einsatz von Ersthelfern werden jetzt besonders betont, und erstmals beinhalten die Leitlinien eine Empfehlung zur Ausbildung von Schülern in Wiederbelebung. Wir sind hier bisher Entwicklungsland. „Cardiac Arrest Zentren“ und ganz neue Vorgaben zur Prognostizierung helfen darüber hinaus, die Überlebensrate weiter zu verbessern. 

Der Referent
Univ.-Prof. Dr. Bernd W. Böttiger ist seit 2007 Ordinarius und Direktor der Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin an der Uniklinik Köln. Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf dem Herz-Kreislaufstillstand und der zerebralen Reperfusion. Weitere Schwerpunkte seiner wissenschaftlichen und gesellschaftspolitischen Tätigkeit sind die Laienreanimation und insbesondere die Ausbildung von Schülerinnen und Schülern in Wiederbelebungstechniken. Nicht nur mehrfache (inter)nationale Auszeichnungen, sondern auch seine vorsitzenden bzw. zentralen Funktionen im GRC, ERC, DGAI und DIVI weisen ihn als engagierten Experten in den Fachgebieten Anästhesie, Intensiv- und Notfallmedizin aus. Seit 2014 ist er gewähltes Mitglied in der Leopoldina, der Deutschen Akademie der Wissenschaften.

 

Webinar-3

Titel: „Internationale Leitlinien 2015 – wie ausbilden?"  

Webinar-Aufzeichung (zum Öffnen bitte diesen Link klicken):

Am 23. Juni 2016 um 14 Uhr lieferte Prof. Dr. Michael Müller (siehe Referentenbeschreibung unten) in diesem Webinar praxisnahe Beispiele, wie sich der Reanimationsunterricht auf Basis aktueller Empfehlungen und Studien effektiv umsetzen lässt. Zudem werden in diesem Webinar Ausbildungsstrategien gegenübergestellt und näher erläutert.

Webinar-Fokus:
Wieder einmal wurden neue internationale Leitlinien veröffentlicht. Dieses Mal lagen die Änderungen bekanntermaßen im Detail. Und wieder einmal wünschen wir uns eine möglichst schnelle Verbreitung und Umsetzung der Leitlinien in die tägliche Praxis. Jedoch wissen wir, dass es sehr häufig lange dauert, bis die Leitlinien komplett Einzug in die tägliche Einsatzpraxis erhalten. Ein wichtiges Ziel des Deutschen Rates für Wiederbelebung – German Resuscitation Council – ist die zügige Verbreitung der Leitlinien. Demzufolge müssen wir unsere Ausbildungscurricula anpassen und moderne Konzepte etablieren, die für eine schnelle Verbreitung der Leitlinien sorgen. In diesem Webinar lernen Sie wichtige Grundlagen über den Reanimationsunterricht. Weiterhin werden Ausbildungsstrategien gegenüber gestellt und vor dem Hintergrund aktueller Empfehlungen und Studien diskutiert.

Der Referent
Prof. Dr. Michael Müller leitet die Klinik für Anästhesiologie, Intensiv- und Notfallmedizin am St. Josefskrankenhaus in Freiburg. Er ist Schriftführer und Vorstandsmitglied im Deutschen Rat für Wiederbelebung – German Resuscitation Council e.V. und vertritt die Kursdirektoren im GRC. Prof. Müller war langjährig als Rettungsassistent im Rettungsdienst tätig, später als Notarzt im bodengebundenen Rettungsdienst sowie der Luftrettung. Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte liegen im Bereich Ausbildungsforschung (Human Factors, CRM) und in der Reanimation (Qualität der Basismaßnahmen, Defibrillation). Einen weiteren Schwerpunkt seiner Tätigkeit stellt das innerklinische Notfallmanagement dar.

Ausführlicher Lebenslauf

 

Webinar-4

Titel: „Reanimation im Kindesalter: Standardisiertes Vorgehen hilft Leben retten!"

Webinar-Aufzeichnung (zum Öffnen bitte diesen Link öffnen)  


Am 30. Juni 2016 um 10 Uhr präsentierte Dr. med Michael Sasse (Leitender Oberarzt Kinderintensivmedizin Medizinische Hochschule Hannover) in diesem Webinar den aktuellen Stand der Leitlinien für die Kinderreanimation und zeigte Wege zur Verbreitung und Ausbildung dieser Algorithmen auf. Studien belegen, dass eine vereinheitlichte Ausbildung die Mortalität kindlicher Notfälle um mehr als 30 % senken können.

Webinar-Fokus:
Die Reanimation im Kindesalter ist ein seltenes Ereignis, das medizinisches Personal und Laien oft unvorbereitet trifft und mit großer emotionaler Belastung einhergeht. Dies führt zu einer starken Verunsicherung der rettenden Personen. Standardisierte Handlungsweisen werden daher nur unzureichend umgesetzt, obwohl gerade bei Kindern das Outcome nach kompetent durchgeführten Wiederbelebungen deutlich besser als bei Erwachsenen ist. Studien belegen, dass eine vereinheitlichte Ausbildung mit Algorithmen in der Kinderreanimation die Mortalität kindlicher Notfälle um mehr als 30 % senken können. Mit dem European Pediatric Life Support steht ein Ausbildungsmodell zur Verfügung, das mit nachgewiesenem Erfolg zu einer flächendeckenden Verbreitung von Standards in der Kinderreanimation beitragen kann. In diesem Webinar wollten wir im Dialog mit den Webinar-Teilnehmern, den aktuellen Stand der Leitlinien für die Kinderreanimation darstellen und Wege zur Verbreitung und Ausbildung dieser Algorithmen aufzeigen.

Der Referent

Ämter und Funktionen

• Seit 2000 leitender Oberarzt Kinderintensivmedizin Medizinische Hochschule Hannover
• Seit 2003 Mitglied und Sprecher Pädiatrie Deutsche Sepsis Gesellschaft
• Seit 2003 Leitung pädiatrisches Intensivnetzwerk und Sepsisnetzwerk PIN
• 2003-2008 Mitglied im Ethik-Komitee der MHH
• Seit 2004 Ausbilder und nationaler Kursdirektor des European Resuscitation Council für EPLS, EPILS und GIC in Deutschland
• Seit 2007 Vorstandsmitglied des German Resuscitaion Council GRC und Sprecher der Pädiatrie
• Seit 2008 Vorstandsmitglied Deutsche Interdisziplinäre Gesellschaft für Intensivmedizin DIVI
• Seit 2008 Mitglied Delphi-Kommission berufen von der GNPI
• 2009 Mitglied Sektion pädiatrische Intensivmedizin, Mitglied Fortbildungskommission
• 2009 Leiter Arbeitsgruppe Infusionsmanagement MHH
• Seit 2011 Beiratsmitglied der deutschen Sepsisgesellschaft

  

Webinar-5

Titel: „Aktuelle Ausbildungsanforderungen im Zuge des Notfallsanitätergesetzes"
Webinar-Aufzeichnung (zum Öffnen bitte diesen Link öffnen)  

 

Sascha Langewand (Schulleiter der RKiSH-Akademie in Heide und Co-Autor des Buches „Dozent im Rettungsdienst") ging in diesem Webinar auf die neuen Ausbildungsanforderungen ein, die im Zuge des neuen Notfallsanitätergesetzes von Bedeutung sind. Das Webinar fand am 12. Juli 2016 statt.

Der inhaltliche Fokus des Webinars
Durch die Einführung des Notfallsanitätergesetzes und den damit erstmalig durch den Gesetzgeber klar formulierten didaktischen und pädagogischen Anforderungen stehen die ausbildenden Rettungsdienstschulen vor großen Herausforderungen. Die neuen curricularen Inhalte und deren erfolgreiche Umsetzung sind Themen, die Ausbildungsbeauftragte bundesweit beschäftigen und bewegen. Zusätzlich veränderte sich in den letzten Jahren die Welt der Auszubildenden derart, dass neue pädagogische Konzepte und konstruktivistische Methoden in die Ausbildung einfließen müssen. 

Dieses Webinar zeigt Wege auf, wie mittels Methoden des selbstbestimmten Lernens in Verbindung mit klaren Rahmenvorgaben und strukturierten Hilfeangeboten die Herausforderungen gemeistert werden können. Ein weiterer Schwerpunkt lag in der Gestaltung von curricularen Grundsteinen und den dazugehörigen Tools.

 

Der Referent

Sascha Langewand ist Berufspädagoge und Notfallsanitäter und seit 1998 im Rettungsdienst beschäftigt. Nach 18-jähriger aktiver (Lehr-)Tätigkeit im Rettungsdienst und einem Studium der Berufspädagogik und des Ausbildungsmanagements ist er nun als Schulleiter der RKiSH-Akademie in Heide und als Autor tätig.

Das aktuelle Werk „Dozent im Rettungsdienst" ist eine Neuauflage des vor 30 Jahren erschienenen rettungsdienstbe-zogenen Didaktikbuch „Der Weg zum erfolgreichen Ausbilder“. Dieser Klassiker wurde nun umfangreich bearbeitet. Berufspädagoge Sascha Langewand hat mitunter den theoretischen Teil zu diesem Werk beigesteuert, wo es um die Einbindung moderner Lernapps und Tablets geht und wo er die erfolgreiche Einbindung von Simulationstrainings näher beleuchtet. 

 

Webinar-6

Titel: "Notfallsonografie im klinischen Alltag – auch im Rettungsdienst"?

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Dr. Armin Seibel
(Anästhesiologie, Notfallmediziner, Oberarzt in der Abteilung für Anästhesiologie, Intensiv- und Notfallmedizin am Diakonie Klinikum Jung-Stilling in Siegen), möchte Ihnen in diesem Webinar vorstellen, wo die Vorteile des Einsatzes von Ultraschall-Systemen in der Notfallversorgung liegen und mit welchen Möglichkeiten moderner Ausbildungssysteme auch Laerdal dabei helfen kann. Dr. Armin Seibel, einer der Gründer des Ausbildungsnetzwerks SonoABCD wird Ihnen das diagnostische Potential der präklinischen Notfallsonographie erläutern und Möglichkeiten aufzeigen, wie mittels fallbasierter Simulationstechnik gerade die soeben  angesprochenen Ausbildungsdefizite ausgeglichen werden können.


Der inhaltliche Fokus des Webinars

Der Einsatz der Sonografie  ist in fast allen klinischen Bereichen als bildgebender Standard eine anerkannten Methoden der Differentialdiagnostik. Die seit einigen Jahren klinisch etablierte Strategie der Notfallsonographie nimmt in diesem Kontext eine besondere Rolle ein. Im Gegensatz zur konventionellen strukturierten Organuntersuchung im Ultraschalllabor fokussiert die Notfallsonographie auf ein vordergründiges Symptom und ist als bettseitige Untersuchung somit eher als Bestandteil der körperlichen Untersuchung zu  verstehen. Die Sonographie als „visuelles Stethoskop" des Akutmediziners kann damit beispielsweise helfen, Röntgenaufnahmen, CT-Untersuchungen oder risikoreiche Transporte beatmeter Patienten ohne Informationsverlust zu reduzieren. Anders, als in Skandinavien oder den USA hält der präklinische Einsatz des Ultraschallgerätes als bildgebendes Hilfsmittel der Diagnostik im deutschsprachigen Raum bisher noch eher zögerlich Einzug. Die Unterschiede in der Einsatzstrategie der  Ultraschalldiagnostik spielen auch eine wesentliche Rolle im Rahmen der Ausbildung, denn die Diagnostik lebensbedrohlicher Erkrankungen wie Pneumothorax, Lungenödem, Herzbeuteltamponade oder intraabdominelle Blutung können im praktischen Teil eines Ultraschallkurses genauso wenig trainiert werden, wie die Umsetzung der Integration in den akutmedizinischen Behandlungsablauf. 

Der Referent

Dr. Armin Seibel ist Anästhesiologie und Notfallmediziner und als Oberarzt in der Abteilung für Anästhesiologie, Intensiv- und Notfallmedizin am Diakonie Klinikum Jung-Stilling in Siegen tätig. Als Notarzt am Luftrettungsstützpunkt „Christoph 25“ ist er bereits seit über 10 Jahren mit der präklinischen Anwendung der Notfallsonographie vertraut und bewirbt diese Thematik fundiert und engagiert in Vorträgen, auf Workshops und in Lehrbuchbeiträgen. Vor allem die Ausbildung akutmedizinisch aktiver Kollegen ist dem DEGUM-Stufe III Kursleiter ein besonderes Anliegen. Seit 2009 bietet er über das Schulungsnetzwerk „SonoABCD“ zusammen mit den dort organisierten Kollegen Notfallsonographiekurse in der ganzen Bundesrepublik an. Ein wichtiger Schwerpunkt der Kurse liegt im Integrationstraining der Ultraschalluntersuchung in den akutmedizinischen Behandlungsablauf - ein Thema, das ganz wesentlich auf die Vorteile der Simulationstechnik zurückgreift.

 

Webinar-7

Titel: Das Frühgeborene mit respiratorischer Insuffizienz – aktuelle Techniken der Surfactant-Applikation"

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Prof. Dr. med. Michael Schroth (Chefarzt der Abteilung für Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin an der Cnopf’schen Kinderklinik Nürnberg) stellte in diesem Webinar eine Technik vor, die für ärztliche Mitarbeiter eine Alternative darstellt, die Applikation von Surfactant beim spontan atmenden Kind, ohne Narkose, ohne Intubation durchzuführen.

Der inhaltliche Fokus des Webinars
Die klassischen Lerninhalte im Bereich der Kinder-Notfallmedizin beziehen sich häufig auf das breite Feld der kardiopulmonalen Reanimation. Im Sektor neonatologische Notfallmedizin ist darüber hinaus das Beherrschen des Managements einer respiratorischen Insuffizienz hauptsächlich bei Früh- und Neugeborenen sinnvoll, um eben in der Folge Reanimationssituationen abwenden zu können. Lerninhalte sind klinisch unter Realbedingungen die richtige Beurteilung des Kindes, in der Trainingssituation eher die manuellen Fähigkeiten. Gerade im Bereich der lebensrettenden Surfactanttherapie gibt es mittlerweile sehr viele, unterschiedlich Techniken in der Applikation dieses wichtigen Präparates. Ziel des Trainings aller ärztlichen Mitarbeiter ist, unter anderem eine Technik zu vermitteln, die die Applikation von Surfactant beim spontan atmenden Kind, ohne Narkose, ohne Intubation ermöglicht. Eine dieser Möglichkeiten ist die sogenannte LISA-Technik (Less Invasive Surfactant Application), die gut beherrscht werden sollte. Aber auch das notfallmäßige Umsteigen auf die klassische Intubation des Frühgeborenen ist Lerninhalt dieses Trainings. Ziel ist es, die notwendigen Materialien, Abläufe und Handgriffe kennenzulernen, um sie möglichst korrekt selbst durchführen zu können, um schlussendlich die Lerninhalte möglichst kompetent weitergeben zu können.

Der Referent

Prof. Dr. med. Michael Schroth ist nach seiner Tätigkeit als Geschäftsführender Oberarzt und Leiter der Abteilung Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin an der Kinder- und Jugendklinik Erlangen seit 2012 Chefarzt der Abteilung für Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin an der Cnopf’schen Kinderklinik Nürnberg. Prof. Dr. Schroth ist im Landkreis Erlangen-Höchstadt als Leitender Notarzt und in Nürnberg als Notarzt und Baby-Notarzt tätig. Er ist Mitglied im Vorstand der Arbeitsgemeinschaft der in Bayern tätigen Notärzte (agbn) sowie aktives Mitglied diversen notfallmedizinsch-intensivmedizinisch orientierten Fachgesellschaften. Er initiiert und leitet viele Fortbildungsveranstaltungen zum Thema Kinder-Notfallmedizin. Einer seiner Schwerpunkte liegt in der innerklinischen Notfallausbildung im Sektor Neonatologie und Kinder-Intensivmedizin und gestaltete hierbei zusammen mit der Abteilung für Geburtshilfe viele Simulationstrainings-Einheiten.

 

Webinar-8

Titel: „Herausforderungen der Patienten-Simulation in der Intensivmedizin – SimMan3G + TestChest +"

Webinar-Aufzeichnung (zum Öffnen bitte diesen Link öffnen)  

 

Prof. Dr. med. Wolfgang Heinrichs (seit 2010 geschäftsführender Gesellschafter und Vollzeit Mitarbeiter in der Simulation: „Berufssimulant“) ging in diesem Webinar auf die Herausforderungen der Patienten-Simulation in der Intensivmedizin ein.

Der Hintergrund des Webinars
Die Anforderungen an die Technik der Patienten-Simulatoren sind in der Intensivmedizin deutlich anspruchsvoller als in der Notfallmedizin oder in der Anästhesie. Intensivpatienten weisen typischerweise Dysfunktionen lebenswichtiger Organsysteme auf; hierzu zählen insbesondere die Lunge, Herz und Kreislauf, die Nieren und das Gehirn. Mit der vorhandenen Technik z.B. im SimMan3G lassen sich kardiovaskuläre Situationen von Intensivpatienten recht gut mit Hilfe von Szenarien darstellen. Bei den anderen Organfunktionen sind relativ schnell Grenzen erreicht. AQAI hat in den vergangenen Jahren verschiedene Produkte entwickelt, die sehr leicht mit dem SimMan und der Softwareplattform LLEAP kombiniert werden können und das Simulationssetting speziell um die Bereiche Respiration, physiologische und pharmakologische Reaktionen sowie zerebrale Dysfunktion erweitern. In diesem Webinar wollen wir die TestChest, unsere physiologisch gesteuerte künstliche Lunge und SIS, unsere Software mit physiologischen und pharmakologischen Modellen vorstellen.

TestChest: Die einfachen Lungen im SimMan3G können naturgemäß nicht die Anforderungen an eine differenzierte Beatmung mit Intensivrespiratoren erfüllen. Die fehlende aktive Inspiration kann keine Trigger Signale generieren. Die TestChest ist eine elektronisch gesteuerte Lunge, die so entwickelt wurde, dass sie die Physiologie und die Pathophysiologie der menschlichen Lunge überaus genau imitiert. Mit Hilfe eines Einbausets ist die Adaptation der TestChest an den SimMan innerhalb weniger Minuten möglich. Dabei werden die internen Lungen diskonnektiert und mit Hilfe eines Tubus die interne Trachea des SimMan mit der extern stehenden TestChest verbunden. Die TestChest platzieren wir für intensivmedizinische Szenarien in der Regel unter dem Kopfkissen. Eingriffe in die Elektronik des SimMan sind nicht erforderlich – dies regelt die Software. Mit dieser Kombination können sehr anspruchsvolle Respirator Szenarien durchgeführt werden von der Unterstützung der spontanen Atmung über nichtinvasive Ventilation bis hin zur Ventilation bei COPD oder ARDS. Weaning Strategien lassen sich sehr gut darstellen, da die Lunge Mechanismen wie Muskelschwäche beim Weaning unterstützt.

SIS – Simulator Interface Software: SIS ist eine Eigenentwicklung von AQAI. SIS verbindet sich mit der Software des SimMan (LLEAP) über das Netzwerk und steuert fortan wesentliche Funktionen des Mannequins. SIS enthält physiologische Modelle des kardiovaskulären Systems (und kann so vom einfachen Volumenmangel bis zur komplizierten Sepsis typische Situationen darstellen; ferner ist ein differenziertes hämodynamisches Monitoring (PiCCO) integriert), pharmakologische Modelle aller wichtigen Medikamente (diese werden als Dosis erfasst und automatisch von der Software verrechnet), Hirndruckmodelle, Modelle für das akute Nierenversagen und die Physiologie des Gasaustausches zusammen mit der TestChest. SIS verfügt über einen eigenen Szenario Player, so dass sehr komplexe Krankheitsbilder simuliert werden können. SIS weist schließlich eine intuitiv zu bedienende Oberfläche auf, die auf jedem Tablet PC, iPad u.ä. lauffähig ist und so dem Instruktor die volle Kontrolle des Szenarios an die Hand gibt.

Zusammenfassung:
Für die Simulation in der Intensivmedizin sollte der SimMan durch die TestChest und die SIS Software ergänzt werden. So ist eine authentische Darstellung komplexer Krankheitsbilder möglich.

Prof. Dr. med. Wolfgang Heinrichs

Curriculum vitae

• Geburtsdatum 29.4.1950
• Medizinstudium in Münster, 1981 Facharzt für Anästhesiologie, 1987 Habilitation und Venia legend in Anästhesiologie Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, 1993 Ernennung zum Universitätsprofessor (C3) und leitenden Oberarzt.
• Arbeitsschwerpunkte Beatmung, intravenöse Anästhesie und Qualitätssicherung Patienten-Simulation
• 1997 Gründer des Simulationszentrums an der Klinik für Anästhesiologie Mainz
• 2000 – 2003 Consultant von Lufthansa Flight Training
• 2003 Gründer und Gesellschafter des AQAI Simulationszentrums Mainz
• Seit 2010 geschäftsführender Gesellschafter und Vollzeit Mitarbeiter in der Simulation: „Berufssimulant“
• Derzeitige Schwerpunkte: o Qualitätssicherung im Rahmen von CIRS-AINS, Gutachter und Autor verschiedenster Artikel zum Thema Patientensicherheit
o Simulation der TIVA mit TCI Steuerung: Buchartikel.
o Training mit Patientensimulatoren (AQAI führt derzeit etwa 600 Trainingstage pro Jahr durch); Kurs-Instruktor und Train The Trainer Instruktor
o Weiterentwicklung der Simulator Technologie mit physiologischen und pharmakologischen Modellen
o CO-Entwickler der TestChest®, einer voll physiologisch gesteuerten künstlichen Lunge und Integration derselben in die Laerdal LLEAP Plattform.