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Wie MamaBirthie die nordische Region beeinflusst hat

Wir haben mit Pernilla Stenbäck von der Arcada University in Helsinki, Finnland, darüber gesprochen, wie sich die Einführung von MamaBirthie auf die Arbeit der Hebammen und die Behandlung von Müttern in der gesamten nordischen Region ausgewirkt hat.

Klicken Sie unten auf die einzelnen Fragen, um Pernillas Antworten zu lesen.

Pernilla Stenbäck

Utbildningsansvarig / Education Manager
Arcada University of Applied Sciences

Mit über 30 Jahren Erfahrung setzt sich Pernilla Stenbäck nicht nur in ihrem Heimatland Finnland, sondern auch in ganz Skandinavien für das Hebammenwesen ein.

Neben ihrer langjährigen Tätigkeit auf der Entbindungsstation des Universitätskrankenhauses Helsinki und als Leiterin des Hebammenstudiengangs an der Arcada University of Applied Sciences koordinierte sie außerdem die Arbeit der Midwives of the North.

Seit 2018 beteiligt sich Stenbäck über das von Grönland bis Estland reichende Hochschulnetzwerk Nordplus an der Verbesserung der transkulturellen Kompetenz von Studierenden und Lehrenden.

Wie haben Sie trainiert, bevor Sie MamaBirthie eingeführt haben?

Simulationstraining ist seit dem 19. Jahrhundert Teil der Hebammenausbildung. Es gab TaskTrainer und Übungsmodelle aus verschiedenen Materialien und mit unterschiedlichen Funktionen, die ebenfalls in Simulationen eingesetzt wurden. In dieser Frühphase vor Hunderten von Jahren wurden diese Übungsmodelle aus echten Knochen und Leder hergestellt. Zwar verwenden wir heutzutage andere Materialien, die Funktionen und die Form ähnelt jedoch dem, was wir heute verwenden. Aber auch die Handhandhabung ist ähnlich, um zu reproduzieren und zu simulieren, was bei einer Geburt passiert.

Bitte erzählen Sie uns von Ihren Erfahrungen mit MamaBirthie

Unser Training besteht mehr aus Low-Fidelity-Geräten in einer High-Fidelity-Simulation. Bei der Hebammenarbeit geht es vor allem um den Kontakt mit der Person, die wir betreuen. Es ist wichtiger, eine reale Person/einen simulierten Patienten (SP), mit dem man sprechen kann, und ein Low-Fidelity-Übungsmodell zu haben, mit dem man die für die Fertigkeiten erforderlichen Übungen durchführen kann.

Wie passt MamaBirthie in Ihr Simulationstrainingskonzept?

Wir haben zwar sehr realitätsnahe Simulatoren und Übungsmodelle, aber wir haben festgestellt, dass Teilnehmer sich wohler fühlen, wenn eine weitere, reale Person anwesend ist. Natürlich gibt es bestimmte Dinge, die an einem realitätsnahen Simulator trainiert werden müssen. Wir versuchen jedoch, MamaBirthie so oft wie möglich einzusetzen. Sie lässt sich einfach anpassen und im Peer-to-Peer-Modus verwenden, unabhängig von Geschlecht oder Alter der Teilnehmer. So können wir sie für eine große Bandbreite an Erfahrungen und Kompetenzen nutzen. 

 

Ist MamaBirthie für Sie eher ein Bildungs- oder ein Trainingsinstrument?

MamaBirthie kann auf viele Arten eingesetzt werden. Ich kann es zur Demonstration im Theorieunterricht, als Task Trainer oder in einer hochkomplexen Trainingssimulation verwenden. Sie ist vielseitig einsetzbar und lässt sich der jeweiligen Situation anpassen. Am besten gefällt mir an ihr, dass eine echte Person sie sich umlegen kann und so das Beste aus der jeweiligen Situation herausgeholt werden kann.

Welche spezifischen Fähigkeiten lassen sich mit MamaBirthie leichter erlernen?

An der Universität gibt es Studiengänge für Krankenpflege, Rettungsassistenten, Hebammenwesen und öffentliche Gesundheitspflege. Simulation ist ein wichtiger Bestandteil all dieser Ausbildungen. Von Anfang an trainieren die Teilnehmer mit grundlegenden und praktischen Fähigkeiten, wie man mit Patientinnen von Anfang bis Ende umgeht, zum Beispiel bei der Betreuung komplizierter Geburten. MamaBirthie vereinfacht jede dieser Modalitäten.

Welche Funktion oder Komponente gefällt Ihnen am besten?

Die Möglichkeit, die Geburt in verschiedenen Positionen zu trainieren. Das ist bei anderen Übungsmodellen, die ich verwendet habe, nicht möglich und macht für mich den Unterschied aus. Als Hebammen kümmern wir uns um die natürliche, normale Geburt. Das bedeutet auch, dass auch normale, physiologische Situationen trainiert werden sollten, die oft verschiedene Positionen erfordert, wie z. B. auf der Seite, auf allen Vieren oder aufrecht. Es ist viel Training nötig, um auf alles vorbereitet zu sein, und MamaBirthie übertrifft alle Erwartungen in dieser Hinsicht.

 

Wie passt MamaBirthie zu Ihrem Lehrplan?

Ich lasse meine Lernenden viel trainieren – da ist ein schnelles und unkompliziertes Übungsmodell wie MamaBirthie von großem Vorteil. Zuerst trainieren die Teilnehmer im Peer-to-Peer-Modus und anschließend mit mir. Es ist sehr wichtig, Übungen so lange zu wiederholen, bis alle Teilnehmer sich wohlfühlen. Ich versuche, sehr genau zu sein und frage oft: „Welche Ziele haben wir?“ „Was versuchen wir zu erreichen?“ Dadurch werden jene Soft Skills gefördert, um sicher zu stellen, dass sie vorbereitet und in der Lage sind, die Gedanken und Wünsche der Gebärenden zu berücksichtigen. Da MamaBirthie kann vielfältig verwendet werden, so können alle Beteiligten eine Entbindung erleben.

 

Was sagen die Teilnehmer nach dem Training mit MamaBirthie?

Es ist so wichtig, dass die Teilnehmer Feedback geben und dass wir darauf hören, was sie zu sagen haben. Sie haben positiv hervorgehoben, dass sie Entbindungen in verschiedenen Positionen und ohne Vorbereitungszeit üben können. MamaBirthie hat auch positives Feedback für die Förderung von Soft Skills erhalten, da die Lernenden in der Lage sind, sich in die gebärende Person hineinzuversetzen, da sie alle MamaBirthie einmal umlegen dürfen. Wenn sie in ihrer zukünftigen Praxis eine Person bei der Entbindung unterstützen, haben sie eine Vorstellung davon, wie es für ihre Patientin ist, da sie alle das Szenario in der Simulation durchlaufen mussten. 

 

Welchen Einfluss hat MamaBirthie auf die Teilnehmer?

Wir können Lernende mit ihr darauf vorbereiten, eine Vielzahl verschiedener Patientinnen kennenzulernen sowie Herausforderungen und unterschiedliche Erfahrungen zu bewältigen, die sie in der Praxis machen werden. Sie ist wirklich eine große Hilfe bei der Entwicklung von Soft Skills und hilft den Teilnehmern zu lernen, sowohl auf verbale als auch auf nonverbale Kommunikation zu reagieren. 

 

Was ist Ihre schönste MamaBirthie-Erfolgsgeschichte?

MamaBirthie mit Kaiserschnitt-Modul hilft den Teilnehmern sehr, das Zusammenspiel der anderen Fachkräfte zu verstehen. Vor kurzem absolvierte eine frisch diplomierte Hebamme ein Training mit MamaBirthie mit Kaiserschnitt-Modul. Nach dem Training wandte sie sich an mich und sagte: „Jetzt verstehe ich, warum Gynäkologen den Kaiserschnitt nicht gleich als allererste Option in Betracht ziehen!  Ich habe jetzt ein viel besseres Verständnis dafür und weiß, warum es so wichtig ist, an einem Strang zu ziehen.“ Das ist etwas, was die Lernenden nur in der Praxis und nicht bei einer Vorlesung lernen können, auch wenn ich mehrere Stunden mit ihnen darüber spreche.

Würden Sie MamaBirthie anderen Lehrkräften empfehlen?

Ja. Wie ich bereits erwähnt habe, besteht die Idee darin, früh zu trainieren, oft zu trainieren und immer wieder zu trainieren. Dafür ist MamaBirthie einfach perfekt geeignet. Sie lässt sich problemlos aus der Tasche herausnehmen und wieder verstauen. Man muss vorher nichts vorbereiten, hinterher nichts reinigen und sie nirgendwo anschließen. Und es ist so leicht zu sehen, ob die Teilnehmer etwas richtig machen. Man kann sie auf den Tisch legen und die Handfertigkeiten beobachten und prüfen, wie sie etwas machen und ob sie es richtig machen. Ich verwende sie gerne, da es nicht nur für mich, sondern auch für alle Teilnehmer einfacher ist, zu sehen, was sie tun.

Warum sollte MamaBirthie in den Unterricht einbezogen werden?

Unabhängig davon, ob Sie die Lernenden prüfen oder üben, ist es wichtig, die Soft Skills und den Umgang mit den Patienten und ihren Familien zu schulen. Wenn Sie sich darauf konzentrieren, genau zu sein, ist es wichtig, dass Sie die anderen Aspekte drum herum nicht außer Acht lassen. MamaBirthie hilft uns dabei, die Kommunikation mit unseren Patientinnen, aber auch innerhalb der medizinischen Gemeinschaft zu verbessern. Wenn ich MamaBirthie den angehenden Hebammen und Rettungsassistenten, den Studenten der öffentlichen Gesundheit und den Physiotherapeuten vorstelle, schafft das ein tieferes, interdisziplinäres Verständnis für den Bauchschnitt. Man muss nur hinsehen und kann direkt das Ausmaß und die Tiefe der Operation verstehen. MamaBirthie ermöglicht in vielerlei Hinsicht effektives Lernen.

Trainieren Sie wichtige Geburtspraktiken bei gleichzeitiger respektvoller Versorgung der Gebärenden

Wir möchten Pernilla für ihre Zeit und ihren Einsatz bei der Rettung von Menschenleben danken. Wir sind inspiriert von ihrem Engagement, bestmögliche Hebammenkompetenz und -betreuung zu gewährleisten, und sind sehr dankbar, dass sie ihre Erfahrungen so großzügig mit uns geteilt hat.

MamaBirthie

Üben wichtiger Geburtspraktiken bei gleichzeitiger respektvoller Versorgung der Gebärenden

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