Von der Datenerfassung zur Entscheidungsfindung
Sobald die Daten zuverlässig verfügbar waren, konnten Dr. Hébert und ihr Team sie gezielter und aussagekräftiger nutzen.
Sie konnten unter anderem folgende Daten analysieren:
- Die Leistung bei einzelnen Schritten innerhalb von Checklisten. „Eine meiner Lieblingsfunktionen von SimCapture ist, dass ich sehen kann, welcher Prozentsatz der Studierenden jeden einzelnen Schritt korrekt durchgeführt hat.“
- Trends über verschiedene Studierendenkohorten hinweg. „Ich kann Daten abrufen, die zeigen, wo unsere Stärken und Schwächen als Kohorte liegen.“
- Die Übereinstimmung zwischen verschiedenen Bewertenden. „Wenn jemand nach der Interrater-Reliabilität eines Kurses oder einer Bewertung fragt, kann ich diese in SimCapture innerhalb von fünf Minuten abrufen. Für mich ist das eine der besten Funktionen überhaupt.“
Anstatt auf manuell gepflegte Tabellen oder externe Unterstützung angewiesen zu sein, konnten sie schnell auf die Informationen zugreifen, die sie für die Leistungsbewertung benötigten.
Dieses Maß an Analyse ermöglichte es dem Studienprogramm, über die reine Dokumentation von Ergebnissen hinauszugehen und Leistungsmuster zu erkennen, die Lehre und Lernen gezielt verbessern können.
Die Möglichkeit, Leistungen detaillierter zu analysieren, führte direkt zu Anpassungen im Curriculum.
Erkenntnisse in Veränderungen des Curriculums umsetzen
Der eigentliche Mehrwert zeigte sich, als die Daten eindeutige Muster sichtbar machten.
Wenn Studierende über mehrere Kohorten hinweg in einem bestimmten Konzept innerhalb eines zentralen Szenarios wiederholt schwächere Leistungen zeigten, konnten Dr. Hébert und ihr Team sofort darauf reagieren.
„Wir müssen darüber nachdenken, wie Konzepte und Kompetenzen in der Versorgungspraxis angewendet werden, denn genau das tun die meisten Pflegefachkräfte im klinischen Alltag“, erklärt sie.
„Wir wussten schon immer, dass es Bereiche gibt, auf die wir uns stärker konzentrieren müssen. Aber jetzt haben wir die Daten, die das belegen. Das ist wirklich hilfreich.“
Sie und ihr Team bringen diese Erkenntnisse in Gespräche mit Kursverantwortlichen und Curriculumsausschüssen ein. Die Lehrenden reagieren darauf, indem sie Konzepte, mit denen Studierende Schwierigkeiten haben, gezielt stärker im Unterricht verankern und die Lehre besser an der klinischen Praxis ausrichten.
Was früher lediglich eine Vermutung war, kann heute durch klare Daten bestätigt werden. Daraus entstehen gezielte Verbesserungsmaßnahmen, die die Anwendung klinischer Fähigkeiten in der Praxis stärken.
„Manche Menschen lassen sich durch Daten überzeugen“, sagt sie. „Ich bin ein sehr zahlenorientierter Mensch. Deshalb ist es so hilfreich, diese quantitativen Daten zu haben. Sie geben uns heute wirklich die Richtung vor.“
„Sie helfen uns dabei, die Anforderungen unseres Studienprogramms besser zu verstehen als je zuvor.“