Präklinische CPR
Die Fähigkeit, eine effiziente CPR zu beherrschen, ist für Ersthelfer von entscheidender Bedeutung, um bei einem Herzstillstand schnell wirksame Hilfe zu leisten und die Überlebensrate zu verbessern.
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Simulationen bieten angehenden und erfahrenen Fachkräften im Rettungsdienst die Möglichkeit, praktische Erfahrungen zu sammeln und sich auf die Anforderungen des anspruchsvollen präklinischen Umfelds vorzubereiten.
Debriefing wird häufig als das „Herz und die Seele“ einer Simulation bezeichnet.1 Lesen Sie diese 10 Tipps, damit Ihre Debriefings den Lernerfolg von Simulationen bestmöglich unterstützen.
Wenn es Ihnen wie vielen Ausbildern im Rettungsdienst geht, ist Zeit für Debriefings oft knapp. Die Evidenz ist jedoch eindeutig: Untersuchungen zeigen, dass ohne ein wirksames Debriefing kein Lernen stattfindet.2 Deshalb sollte dieser zentrale Bestandteil jeder Simulation konsequent eingeplant werden.
Manche Lehrkräfte verwenden die Begriffe Debriefing und Feedback synonym. Beide sind wichtig, unterscheiden sich jedoch grundlegend. Feedback ist in der Regel eine einseitige Rückmeldung zur Leistung mit dem Ziel, Verhalten zu verändern. Dabei wird häufig erläutert, was gut und was weniger gut funktioniert hat. Debriefing hingegen ist ein wechselseitiger, gemeinsamer und reflektierender Austausch.
Videounterstütztes Debriefing kann Lernenden helfen, ihre psychomotorischen Fähigkeiten, ihre Körpersprache und weitere Verhaltensweisen bewusster wahrzunehmen.
„Diesen Blick von außen zu ermöglichen ... hat das Potenzial, die Art und Weise, wie wir Debriefings durchführen, grundlegend zu verändern“, sagt Ed Biebel, Clinical Simulation Manager an der School of Paramedic Sciences des Rowan College.
Die bewährten Healthcare Simulation Standards of Best Practice®: Debriefing bieten evidenzbasierte Empfehlungen für die Durchführung wirksamer Debriefings. Dennoch werden sie in vielen Ausbildungsprogrammen im Rettungsdienst noch zu wenig genutzt, obwohl sie für alle Simulationsumgebungen relevant sind, auch im präklinischen Bereich.3 Orientieren Sie sich an diesen Standards, um Ihre Debriefings gezielt weiterzuentwickeln.
„Sie sind nicht der allwissende Experte vorne im Raum. Als Debriefer begleiten Sie die Lernenden durch den Prozess“, erklärt Simulationsexpertin Adrienne Wilk, PhD, RN, CHSE, CNE, CHSOS-A.
„Vorträge haben ihren Platz, aber nicht im Debriefing. Debriefing sollte von den Lernenden getragen werden. Sie unterstützen sie dabei, Erkenntnisse zu gewinnen, statt sie zu belehren. Das fällt uns Lehrenden oft schwer.“4
Ein forschungsbasiertes Debriefing-Modell hilft Ihnen dabei, auf bewährte Methoden zurückzugreifen. Zu den bekanntesten Ansätzen gehören Plus/Delta, GAS (Gather, Analyze, Summarize), das auch von der American Heart Association verwendet wird, sowie Debriefing with Good Judgment.
Lernziele, Erfahrungsstand der Teilnehmenden und die verfügbare Zeit helfen Ihnen dabei, das passende Modell auszuwählen.5
Rund 45 % der Ausbilder von Notfallsanitätern nennen fehlende Schulungen im Debriefing als Hindernis für die erfolgreiche Umsetzung simulationsbasierter Ausbildung.6 Erwägen Sie daher die Teilnahme an einem Kurs oder Workshop wie CORE Debriefing. Der Kurs wird von erfahrenen Trainern geleitet und richtet sich insbesondere an Einsteiger und Teilnehmende mit mittlerer Erfahrung aus protokollorientierten Organisationen.
Wenn Sie wissen möchten, wie ausgeprägt die Debriefing-Kompetenzen Ihres Teams sind oder welche Verhaltensweisen besonders wirksame Debriefings auszeichnen, kann das DASH©-Tool hilfreich sein.
Das Debriefing Assessment for Simulation in Healthcare© (DASH) ist ein kostenloses Instrument zur Bewertung und Weiterentwicklung von Debriefing-Kompetenzen.
Sorgen Sie zunächst für Sicherheit („Make It Safe“), indem Sie eine offene und psychologisch sichere Lernumgebung schaffen.
Fördern Sie nachhaltiges Lernen („Make It Stick“), indem Sie die Lernenden dabei unterstützen, Verbesserungspotenziale zu erkennen und Lösungen zu entwickeln.
Sorgen Sie schließlich für langfristigen Transfer („Make It Last“), indem jede Person eine konkrete Erkenntnis formuliert, die sie künftig in der Praxis umsetzen möchte.7
Niemand wird über Nacht zum Experten für Debriefings. Die Entwicklung von Debriefing-Kompetenz ist ein fortlaufender Prozess. Sie wird häufig als dreistufiger Weg beschrieben: Entdeckung, Weiterentwicklung und Reife.8 Unterstützen Sie Ihr Team durch kontinuierliche Maßnahmen zur fachlichen Weiterentwicklung, beispielsweise durch Peer-Feedback oder Mentoring. So begleiten Sie Ihre Mitarbeitenden auf ihrem Weg vom Einsteiger zum erfahrenen Debriefer.9